Fettgedrucktes für schnell Leser…
Einleitender Impuls:
Liebe. Immer wieder Liebe. Manchmal frage ich mich: Wie oft kann ein Wort noch neu klingen, ohne abgegriffen zu wirken? Und dann kommt Johannes. Und schreibt nicht über Liebe – sondern zeigt, was sie tut. Kein Gefühl, kein Ideal, keine Theorie. Sondern ein Gott, der sich nicht zurückhält. Der beginnt. Der sendet. Und was gesendet wird, ist kein Gedanke, kein Prinzip – sondern ein Mensch. Ein Leben. Ein Sohn.
Im Griechischen steht hier ephanerōthē – wurde offenbart. Es meint nicht „zufällig gezeigt“, sondern sichtbar gemacht, damit niemand sagen kann: Ich wusste nichts davon. Und was wird sichtbar? Eine agapē – eine Liebe, die bleibt, auch wenn sie nicht erwidert wird. Die sich verschenkt, ohne sich abzusichern. Eine Liebe, die nicht verhandelt – sondern trägt. Und das Wort für „leben“ ist zēn. Das meint nicht „überleben“, sondern: teilhaben an der Wirklichkeit Gottes selbst.
Was wäre, wenn du das glaubst? Wirklich glaubst – nicht nur nickst?
Was wäre, wenn du dich heute Abend auf dein Kopfkissen legst und sagen kannst: Ich bin vielleicht von niemandem gesandt worden – aber ich bin geliebt von Gott. Ohne Gegenleistung. Ohne Wenn. Ohne „erst wenn ich“. Was würde sich ändern – in deinem Blick auf dich selbst? Auf den Menschen neben dir?
Der Vers steht nicht zufällig dort, wo er steht. 1. Johannes 4,9 ist die Mitte einer Bewegung. Zuvor: der Ruf zur Liebe. Danach: die Verheißung bleibender Gemeinschaft. Und genau dazwischen dieser Satz. Wie eine Brücke, die beides trägt. Wer genau hinsieht, merkt: Der ganze Brief ist eine Gegenerzählung zur damaligen Gnosis – einer Bewegung, die den wahren Gott von der Welt abkoppelte. Johannes aber sagt: Nein. Die Welt ist nicht zu dreckig für Gott. Er ist gekommen. Und zwar genau so, wie es weh tut.
Für mich als Adventist beginnt mit dieser „Sendung“ nicht nur eine gute Nachricht, sondern der Weg der Erlösung, der nicht am Kreuz endet – sondern durch Tod, Auferstehung und Himmelfahrt weiterführt, bis ins himmlische Heiligtum, wo Christus als Mittler für uns eintritt. Johannes öffnet hier die erste Tür – aber sie führt weiter. Viel weiter.
„Damit wir durch ihn leben können“ – das steht nicht in Zukunftsform. Sondern: jetzt. Jetzt gerade. Zwischen Zahnarzttermin und Kinderwecken. Zwischen Schichtwechsel und Supermarktkasse. Zwischen Zweifel und Sehnsucht. Die Frage ist nicht, ob du bereit bist – sondern ob du hinschaust. Und ob du dich vielleicht traust, zu sagen: Ich will leben. Nicht nur funktionieren. Nicht nur genügen. Sondern leben. In seiner Liebe.
Fragen zur Vertiefung oder für Gruppengespräche
- Was würde sich in deinem Gottesbild ändern, wenn du wirklich glaubst, dass Gott angefangen hat – nicht du? Diese Frage lädt zum Perspektivwechsel ein. Nicht: ob du glaubst. Sondern: ob dein Glaube von Gnade getragen ist – oder heimlich doch von Leistung.
- Wann merkst du im Alltag, dass du Liebe zurückhältst – und was brauchst du dann wirklich? Diese Frage will nichts anklagen, sondern aufmerksam machen: Welche inneren Schutzmechanismen blockieren echte Verbundenheit? Und welches Bedürfnis liegt dahinter?
- Was wäre, wenn Liebe kein Gefühl, sondern eine göttliche Wirklichkeit ist, die dich durchdringen will? Diese Frage lädt ein, dich nicht auf dein Gefühl zu stützen – sondern dich von der Wahrheit berühren zu lassen.
Parallele Bibeltexte als Slogans mit Anwendung
Johannes 3,16 – „Gesandt, nicht gezögert.“ → Gott hat nicht gewartet, bis wir ihn lieben. Er hat geliebt – und gesandt. Auch du darfst anfangen, ohne Sicherheiten.
Römer 5,8 – „Gnade beginnt vor deiner Antwort.“ → Du musst nicht erst alles richtig machen, um geliebt zu sein. Die Liebe hat längst gesprochen – am Kreuz.
1. Johannes 3,16 – „Liebe zeigt sich am Kreuz.“ → Echte Liebe bleibt nicht abstrakt – sie trägt, was weh tut. Bist du bereit, so geliebt zu werden?
Galater 2,20 – „Ein Leben, das getragen ist.“ → Wenn Christus für dich lebt – darfst du aufhören, dich selbst zu retten.
Nimm dir gerne 20 Minuten Zeit, um die ganze Ausarbeitung zu lesen – vielleicht weil da etwas auf dich wartet.
Ausarbeitung zum Impuls
Lass uns kurz innehalten, alles andere für einen Moment zur Seite legen – und gemeinsam beten, bevor wir tiefer eintauchen.
Liebevoller Vater, danke, dass Du nicht fern bleibst, sondern Deine Liebe gezeigt hast – nicht in Theorie, sondern ganz konkret: Du hast Deinen Sohn gesandt, damit wir durch ihn leben dürfen. Es fällt mir manchmal schwer, das wirklich zu begreifen – dass Deine Liebe nicht an Bedingungen hängt, sondern an Deiner Entscheidung, Dich zu schenken. Danke für dieses große Geschenk, das nicht laut daherkommt, sondern leise Hoffnung bringt. Hilf mir, darin zu ruhen. Hilf uns, davon berührt zu werden. Und wenn wir jetzt gemeinsam auf Dein Wort schauen, dann öffne unsere Herzen – damit wir erkennen, was Du uns zeigen willst.
Im Namen Jesu,
Amen.
Schauen wir nun gemeinsam auf 1. Johannes 4,9 und was dieser Vers über Gottes Liebe sichtbar macht.
Persönliche Identifikation mit dem Text und der Ausarbeitung:
In diesem Ersten Abschnitt geht es nicht darum, den Text zu erklären – sondern ihm zuzuhören. Es ist eigentlich der Letze schritt der Ausarbeitung gewesen, der den Ich nach allen anderen Schritten gegangen bin, die du danach lesen kannst… Ich versuche den Text zu sehen, zu hören zu fühlen und stelle mir die leisen, ehrlichen „W“-Fragen: Was spricht mich an? Was bleibt unausgesprochen? Warum bewegt mich das gerade jetzt? Ich frage mich, wie dieser Vers meinen Alltag berühren kann – nicht theoretisch, sondern greifbar. Und ich spüre nach, was das mit meinem Glauben macht – ob es trägt, fordert, tröstet oder alles zugleich. Am Ende suche ich nicht die perfekte Antwort, sondern eine aufrichtige Reaktion: Was nehme ich mit – ganz persönlich, im Herzen, im Leben, im Blick auf Gott.
Also, bereit?
Wenn ich über die Verse 1. Johannes 4,7–10 spreche, dann merke ich: Das hier ist nicht einfach nur ein schöner Abschnitt über Liebe. Es ist der Moment, in dem die Bibel tief einatmet – und Gott etwas zeigt, das man nicht mehr zurücknehmen kann. Es ist, als würde Johannes mit ruhiger Stimme einen Vorhang öffnen: „So sieht Liebe aus.“ Und alles andere wird still.
Ich sehe einen Gott, der nicht wartet. Nicht abklärt, nicht prüft, nicht vergleicht. Ich sehe einen Gott, der seinen Sohn sendet. In die Welt – nicht in eine bessere Version, nicht in ein theoretisch offenes System, sondern in die Realität, die sich von ihm entfernt hat. Ich sehe, wie dieser Gott nicht auf unser Lieben reagiert, sondern selbst anfängt. Ganz ohne Gegenleistung. Und genau dort, wo alles dagegen spricht: in einer Welt, die ihn nicht erkennt – und oft nicht will. Ich sehe, wie Liebe hier keine Reaktion ist, sondern der erste Schritt. Und wie dieser Schritt sichtbar wird: ein Mensch. Ein Sohn. Ein Leben. Gesandt – nicht diskutiert. Gegeben – nicht erklärt.
Ich höre Johannes sprechen. Nicht laut. Nicht mit Pathos. Eher wie einer, der lange geschwiegen hat – und dann sagt, was ihn durchträgt. „Nicht dass wir ihn geliebt hätten…“ Ich höre das Echo eines Lebens, das durchkreuzt wurde von dieser Liebe. Ich höre kein System. Keine Moral. Ich höre Beziehung. Eine Stimme, die sagt: Du musst nicht zurücklieben, um geliebt zu sein. Aber wenn du es tust – dann geschieht etwas. Ich höre auch das Schweigen dazwischen. Das Schweigen derer, die diese Liebe nicht sehen. Nicht spüren. Vielleicht, weil sie verletzt sind. Vielleicht, weil ihre Vorstellung von Gott zu eng ist. Oder zu hart. Oder einfach leer. Ich höre auch den Sohn selbst – nicht wörtlich, aber durch den Text hindurch. Ich höre, wie er nicht klagt, sondern geht. Nicht fordert, sondern trägt. Wie er liebt – ohne Sicherung, ohne Absicherung. Und ich höre: Das Kreuz war kein Unfall. Es war Absicht. Liebe in Konsequenz.
Was ich dabei fühle, ist nicht sofort Trost. Es ist eher eine Mischung aus Erschütterung und leiser Dankbarkeit. Diese Art von Liebe will mich nicht überreden – sie fordert auch nicht. Sie ist einfach da. Aber genau das ist beunruhigend. Weil ich mich frage: Habe ich Raum für so eine Liebe in mir? Oder braucht meine Vorstellung von Gott immer noch Gegenleistung, Verdienen, Symmetrie? Ich spüre auch den Widerstand gegen eine Liebe, die nichts verlangt – und doch alles verändern kann. Weil sie an den Kern geht: an meine Selbstbilder, meine Rechtfertigungsversuche, meine inneren Deals. Ich spüre, wie diese Liebe nicht romantisch, nicht heroisch, sondern einfach – wahr ist. Und dass genau das die größte Herausforderung ist.
Und wenn du gerade nicht weißt, wie du das fühlen oder glauben sollst – das ist okay. Manchmal reicht es, dass es gesagt wurde.
Was mir der Text zwischen den Zeilen sagt, ist vielleicht das: Liebe ist nie abstrakt. Sie wird sichtbar – oder sie bleibt Behauptung. Gott hat sich entschieden, sichtbar zu werden. Nicht als Geste, sondern als Geschichte. Als Leben. Als Gesandter. Ich spüre, wie stark dieser Gedanke in mir arbeitet: Dass Liebe eben nicht nur „in uns“, sondern „unter uns“ offenbar wird. In der Gemeinschaft. Im Miteinander. Und dann denke ich an reale Gemeinden. An Konflikte. An Verletzungen. Und ich frage mich: Kann man wirklich sagen, dass Gottes Liebe dort sichtbar wird, wo Menschen sich gegenseitig meiden, verurteilen, kleinhalten?
Und ich merke: Johannes schreibt das nicht, weil alle schon so leben. Sondern weil es möglich ist – und nötig. Die Liebe Gottes soll nicht nur gepredigt, sondern verkörpert werden. Und ich frage mich, wo ich selbst Teil dieser Verkörperung bin. Oder wo ich sie verhindere.
Ich spüre auch die Spannung: monogenēs – „der einziggezeugte Sohn“. Diese Exklusivität ist keine theologische Spielerei. Sie ist der Hinweis darauf, dass Jesus nicht eine von vielen Offenbarungen ist – sondern die einzige, die das Herz Gottes ganz zeigt. Und gleichzeitig gilt diese Liebe „uns“. Mir. Dir. Allen. Das ist kein Widerspruch – aber es bleibt eine Spannung. Wie kann etwas so exklusiv sein – und doch allen gelten?
Ich denke an das Kreuz. An hilasmos – das Wort für „Sühnung“. Und da kommt die nächste Spannung: Wie kann das Kreuz Liebe sein – wenn es Schmerz, Gewalt, Tod bedeutet? Und ich weiß: Diese Frage hat Gewicht. Sie darf nicht übergangen werden. Aber sie wird durch den Text auch nicht verneint. Gott verklärt den Schmerz nicht. Er geht hinein. Und genau das ist der Punkt: Liebe nimmt auf, was zerstört – und trägt es, damit es nicht mehr zerstören muss. Nicht durch Gegengewalt, sondern durch Standhalten. Durch Dasein. Durch Treue.
Vielleicht fängt es nicht mit einer großen Tat an – sondern damit, dass du heute jemanden ansiehst, als wärst du selbst gesehen worden.
Was der Text nicht sagt: Dass ich es fühlen muss. Oder verstehen. Oder sofort umsetzen. Er sagt nicht: „Liebe wie Gott oder du bist verloren.“ Er sagt: „Schau hin. Und dann geh. Und bleib. Und halt aus.“ Vielleicht ist das sogar das tiefste Gebot: Nicht perfekt zu lieben – sondern nicht wegzulaufen von der Liebe, die da ist.
Und ja, dieser Text verändert meinen Glauben. Weil er mir sagt: Du bist nicht am Anfang. Gott war es. Und du musst nichts produzieren – nur empfangen, und wenn du kannst: weitergeben. Ich beginne, anders zu glauben. Nicht effizienter – sondern ehrlicher.
Das verändert, wie ich bete. Wie ich mit mir selbst umgehe. Wie ich andere sehe. Nicht sofort. Nicht perfekt. Aber spürbar.
Was bleibt? Dass Liebe nicht Thema ist, sondern Wesen. Und dass das Evangelium mit einem Satz beginnt, den ich nicht sprechen muss – sondern hören darf: „Darin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden…“ Was ich damit mache? Das ist offen. Vielleicht fange ich einfach damit an, nicht mehr so zu tun, als hätte ich es verdient. Und höre zu. Und lasse mich rufen.
Es ist wie ein Licht, das brennt – auch wenn du dich gerade nicht traust, hinzusehen.
Ich nehme das mit. Nicht als Aufgabe, sondern als Ausrichtung.
Vielleicht ist Liebe genau das: die Entscheidung, das Wichtigste nicht zu verschieben.
Wenn du das Gefühl hast, dass da etwas in dir mitschwingt – dann lies die Ausarbeitung weiter. Dort gehen wir tiefer in das hinein, was hier hörbar wird.
Der Text:
Zunächst werfen wir einen Blick auf den Text in verschiedenen Bibelübersetzungen. Dadurch gewinnen wir ein tieferes Verständnis und können die unterschiedlichen Nuancen des Textes in den jeweiligen Übersetzungen oder Übertragungen besser erfassen. Dazu vergleichen wir die Elberfelder 2006 (ELB 2006), Schlachter 2000 (SLT), Luther 2017 (LU17), Basis Bibel (BB) und die Hoffnung für alle 2015 (Hfa).
1. Johannes 4,9
ELB 2006: Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
SLT: Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen.
LU17: Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
BB: So ist Gottes Liebe bei uns sichtbar geworden: Gott sandte seinen einzigen Sohn in die Welt, damit wir durch ihn das wahre Leben bekommen.
HfA: Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können.
Der Kontext:
In diesem Abschnitt geht es darum, die grundlegenden Fragen – das „Wer“, „Wo“, „Was“, „Wann“ und „Warum“ – zu klären. Das Ziel ist es, ein besseres Bild von der Welt und den Umständen zu zeichnen, in denen dieser Vers verfasst wurde. So bekommen wir ein tieferes Verständnis für die Botschaft, bevor wir uns den Details widmen.
Kurzgesagt… Der Erste Johannesbrief ist wie ein vertraulicher Brief an eine Gemeinde, die verunsichert ist. Es geht um das Herzstück des Glaubens: Was heißt es eigentlich, Gott zu kennen – und ihn zu lieben? In 1. Johannes 4,9 stecken wir mittendrin in dieser Suche nach echter, greifbarer Gottesbeziehung.
Previously on Johannes… Die Geschichte bis hierhin ist die eines kleinen Schocks. In der Gemeinde gab es Leute, die sich als besonders erleuchtet verstanden – aber irgendwann die Gemeinschaft verlassen haben. Das war mehr als nur ein stiller Abschied. Es war ein Zerbrechen. Für die Zurückgebliebenen fühlte es sich an, als hätte jemand das Fundament in Frage gestellt. Was bleibt, wenn Leute, die du respektiert hast, plötzlich sagen: „Wir haben die Wahrheit – und ihr nicht“? Johannes meldet sich mit einem Brief zu Wort – nicht hart von oben herab, sondern mit fast väterlicher Wärme. Er will nicht siegen, er will verbinden. Und gleichzeitig klarmachen: Nicht jede Stimme, die geistlich klingt, spricht von Gott.
Im Umfeld brodelt es. Es gibt geistige Strömungen, die behaupten: Das Göttliche sei rein geistig – der irdische Jesus, mit echtem Fleisch und Blut, sei bestenfalls eine Hülle gewesen. Für Johannes ist das ein No-Go. Für ihn ist die Menschwerdung Gottes das Zentrum des Glaubens. Wer Jesus klein macht, verpasst das Entscheidende. Und: Wer Gott kennt, der kann nicht lieblos bleiben. Liebe ist kein Extra im Glauben – sie ist der Lackmustest. Keine Theorie, sondern gelebte Wahrheit.
Der Brief ist also mehr als ein theologisches Statement. Er ist Seelsorge in krisenhafter Zeit. Johannes will Sicherheit geben – nicht durch abstrakte Argumente, sondern durch Erinnerung an das, was von Anfang an galt. Liebe kommt von Gott. Wer liebt, zeigt damit: Ich bin mit ihm verbunden.
Der Abschnitt, in dem unser Vers steht, ist ein echter Herzensmoment. Johannes spricht nicht über Ideen, sondern über Erfahrungen. Gottes Liebe zeigt sich nicht darin, dass wir sie perfekt erwidern – sondern dass er den ersten Schritt gemacht hat. Und das nicht irgendwie, sondern in dem, dass er seinen Sohn gesandt hat. Hier beginnt nicht nur die Theologie, sondern das Leben.
Wenn du den Ton spürst, der hier mitschwingt, merkst du: Es geht nicht um Recht haben. Es geht darum, berührt zu sein – von einem Gott, der sichtbar geworden ist, damit wir leben können. Nichts Abgehobenes. Einfach nur echt.
Als Nächstes schauen wir uns die Schlüsselwörter im Text an. Denn da steck in ganz einfachen Worten einiges drin.
Die Schlüsselwörter:
In diesem Abschnitt wollen wir uns genauer mit den Schlüsselwörtern aus dem Text befassen. Diese Worte tragen tiefere Bedeutungen, die oft in der Übersetzung verloren gehen oder nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Wir werden die wichtigsten Begriffe aus dem ursprünglichen Text herausnehmen und ihre Bedeutung näher betrachten. Dabei schauen wir nicht nur auf die wörtliche Übersetzung, sondern auch darauf, was sie für das Leben und den Glauben bedeuten. Das hilft uns, die Tiefe und Kraft dieses Verses besser zu verstehen und ihn auf eine neue Weise zu erleben.
1. Johannes 4,9 – Ursprünglicher Text (Nestle-Aland 28):
ἐν τούτῳ ἐφανερώθη ἡ ἀγάπη τοῦ θεοῦ ἐν ἡμῖν, ὅτι τὸν υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογενῆ ἀπέσταλκεν ὁ θεὸς εἰς τὸν κόσμον ἵνα ζήσωμεν διʼ αὐτοῦ.
Übersetzung 1. Johannes 4,9 (Elberfelder 2006):
Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Semantisch-pragmatische Kommentierung der Schlüsselwörter
- ἐφανερώθη (ephanerōthē) – „offenbart worden“: Aoristpassiv von phaneroō, ein Begriff, der im NT häufig verwendet wird, um göttliche Wirklichkeit sichtbar, greifbar, offenbar zu machen. Es geht nicht nur um eine Information, sondern um eine enthüllte Realität, eine „Offenbarung zum Anfassen“. Der Aorist betont das abgeschlossene, einmalige Geschehen – Gottes Liebe ist in einem historischen Akt sichtbar geworden.
- ἀγάπη (agapē) – „Liebe“: Im Unterschied zu philia (Freundesliebe) oder eros (Leidenschaft), bezeichnet agapē eine selbstlose, sich hingebende Liebe. In der Johannesliteratur ist sie der Inbegriff göttlicher Wesenhaftigkeit – nicht emotional oder romantisch, sondern schöpferisch und rettend. Sie ist ursprünglich, nicht reaktiv – Gott liebt, weil er so ist.
- μονογενῆ (monogenē) – „einzigen“: Von monos (allein, einzig) und genos (Art, Abstammung). Bezeichnet den einzigartigen, in seiner Art unvergleichlichen Sohn. Kein biologischer Titel, sondern theologisch aufgeladen: Jesus ist nicht einer von vielen, sondern der eine, der ganz aus dem Wesen Gottes stammt (vgl. Joh 1,14.18).
- ἀπέσταλκεν (apestalken) – „hat gesandt“: Perfektform von apostellō, betont den andauernden Effekt der Sendung. Gott hat nicht nur „geschickt“, sondern mit einem bleibenden Auftrag in die Welt hineingestellt. Das Sendungsmotiv ist zentral für die Christologie im Johannesevangelium: Der Sohn kommt nicht zufällig – er wird gesandt, bevollmächtigt, mit göttlicher Autorität.
- κόσμον (kosmon) – „Welt“: Im johanneischen Sprachgebrauch mehrdeutig. Hier vermutlich im Sinne der erlösungsbedürftigen Menschheit. Die Welt ist nicht Feind Gottes, sondern Ziel seiner rettenden Liebe. Gott sendet seinen Sohn gerade dorthin, wo das Leben bedroht ist.
- ζήσωμεν (zēsōmen) – „wir leben“: Konjunktiv Aorist von zaō, hier mit ἵνα eingeleitet = Ziel: „damit wir leben“. Leben ist im Johannesevangelium nie bloß biologisch gemeint – es meint Teilhabe am ewigen, göttlichen Leben, das im Sohn selbst gegenwärtig ist. Es geht nicht nur um „Gerettetwerden“, sondern um wahres, neues, göttliches Leben.
- διʼ αὐτοῦ (diʼ autou) – „durch ihn“: Instrumentaler Gebrauch von dia + Genitiv: nicht durch unsere Anstrengung, nicht durch Gesetz, Moral oder Philosophie – sondern durch ihn. Die Präposition betont: Der Zugang zum Leben führt nicht um Jesus herum, sondern nur durch ihn hindurch.
Diese Wörter legen den Boden für den theologischen Kommentar – denn sie zeigen: Gottes Liebe ist keine Idee, sondern eine Sendung mit Fleisch und Ziel.
Ein Kommentar zum Text:
Wenn du dir Zeit nimmst und die Verse 1. Johannes 4,7–10 langsam liest, fällt etwas auf: Es ist, als würde sich der Text weigern, auf halbem Weg stehen zu bleiben. Johannes redet nicht nur über Liebe. Er lokalisiert sie. Gibt ihr einen Ursprung. Und ein Ziel. „Darin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.“ (1Joh 4,9). Keine Idee. Kein Ideal. Kein Gefühl. Eine Tat.
Das Evangelium beginnt nicht beim Menschen, sondern bei Gott. Diese Linie zieht der Text kompromisslos: Liebe ist kein menschlicher Beitrag zur Gottesbeziehung, sondern ihre Folge. „Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden.“ (1Joh 4,10). Damit legt Johannes das Fundament frei: Alle Versuche, sich Gottes Liebe zu verdienen, scheitern. Liebe ist Ursprung, nicht Antwort.
Im griechischen Urtext heißt es: ἐν τούτῳ ἐφανερώθη ἡ ἀγάπη τοῦ θεοῦ ἐν ἡμῖν – en toutō ephanerōthē hē agapē tou theou en hēmin. Wörtlich: „Hierin wurde offenbart die Liebe Gottes unter uns.“ Das Verb ἐφανερώθη (ephanerōthē) steht im Aorist Passiv – 3. Person Singular. Das ist nicht nebensächlich. Denn es zeigt: Gott ist der Handelnde, nicht wir. Und es war ein abgeschlossener, zielgerichteter Akt. Gottes Liebe ist nicht eine diffuse Eigenschaft, sondern eine Handlung, die sichtbar gemacht wurde. Offenbarung meint hier nicht nur „zeigen“, sondern zugänglich machen. Und zwar öffentlich – „unter uns“, nicht nur in uns.
Worum ging es bei dieser Offenbarung konkret? Das wird durch den Nebensatz mit der Konjunktion ἵνα (hina – „damit“) deutlich: ἵνα ζήσωμεν διʼ αὐτοῦ – „damit wir durch ihn leben“. Das Verb ζήσωμεν (zēsōmen) steht im Aorist Konjunktiv – 1. Person Plural. Es handelt sich um eine Finalkonstruktion: Ziel der Sendung ist Leben. Nicht Erkenntnis. Nicht Inspiration. Nicht Moral. Leben.
Diese Aussage ist nicht nur tröstlich – sie ist eine soteriologische Kernlinie. Soteriologie bedeutet: Wie rettet Gott den Menschen? Johannes antwortet: Durch eine historische Handlung, die zugleich eine ewige Wirklichkeit sichtbar macht. Die Sendung des Sohnes (τὸν υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογενῆ – ton huion autou ton monogenē) ist der Ort, an dem Gottes Liebe greifbar wird – und das Leben beginnt.
Monogenēs – „einziggezeugt“ – verweist sowohl auf die Einzigartigkeit als auch auf das Wesen des Sohnes. Im Kontext von Johannes 3,16 wird deutlich: Es geht nicht um einen geschaffenen Sohn, sondern um den einzigen, der von ewiger Herkunft aus dem Vater ist. Udo Schnelle betont: „Der Sohn ist nicht nur Gesandter, sondern die Botschaft selbst.“ (Die Johannesbriefe). Jesus ist nicht ein Medium der Liebe – er ist ihre Verkörperung. Gott spricht nicht aus der Ferne, sondern tritt in den Raum der Geschichte.
Doch warum diese Inkarnation – dieses Menschwerden Gottes – in einer Welt, die ihn nicht wollte?
Rudolf Schnackenburg liefert hier eine scharfe Unterscheidung: „Die Liebe Gottes ist nicht Idee, sondern Fleisch geworden.“ (Die Johannesbriefe). Er nennt Christus einen „göttlichen Lebensträger“. Das bedeutet: Der Sohn bringt nicht nur Informationen – er trägt Leben selbst in sich. Dieses Leben (ζωή – zōē) ist nicht biologische Existenz, sondern die Teilhabe an Gottes eigener Lebendigkeit – wie es auch in 1Joh 5,11–12 heißt: „Wer den Sohn hat, hat das Leben.“
Robert W. Yarbrough ergänzt: Die Liebe Gottes wird nicht subjektiv gefühlt, sondern „offenbart inmitten der Gemeinschaft“. (1–3 John). Der Ausdruck ἐν ἡμῖν (en hēmin) kann sowohl „in uns“ als auch „unter uns“ bedeuten. Johannes bevorzugt Letzteres. Das ist theologisch entscheidend: Die Offenbarung der Liebe ist nicht innerlich-individuell, sondern gemeinschaftlich-konkret. Damit wird Gemeinde zum Raum der Gottesoffenbarung – nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil dort Wahrheit und Barmherzigkeit aufeinandertreffen. Gerade in der Zerbrochenheit, wo Umkehr, Demut und Versöhnung Raum gewinnen, kann diese Liebe sichtbar werden.
Das ist keine ekklesiologische Nebensache. Die Idee, dass Gottes Liebe sichtbar unter seinem Volk wird, spiegelt sich im biblischen Zeugnis des endzeitlichen Gottesvolkes wider. Offenbarung 14,6 beschreibt eine „ewige Botschaft“, die allen Völkern verkündet wird – eine Botschaft, die die Welt nicht ausklagt, sondern zur Umkehr ruft, weil sie Ausdruck der bleibenden Liebe Gottes ist. Die Welt (κόσμος – kosmos) ist im 1. Johannesbrief oft negativ konnotiert (vgl. 1Joh 2,15–17), doch in 4,9 steht sie als Ziel der göttlichen Sendung. Die Spannung bleibt: Gott liebt eine Welt, die ihn ablehnt.
Und damit kommen wir zu Vers 10 – der oft unterschätzte Nachsatz, ohne den Vers 9 theologisch leerliefe. „Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung (ἱλασμός – hilasmos) für unsere Sünden.“
Colin Kruse erklärt: „Hilasmos bezeichnet die akuteste Form von göttlicher Liebe.“ (The Letters of John). Es meint nicht bloß: etwas ist vergeben. Sondern: etwas wurde weggetragen. Im alttestamentlichen Kontext (vgl. 3. Mose 16) bezieht sich hilasmos auf den Versöhnungstag – eine kultische Handlung, in der Gott und Mensch versöhnt werden.
Hier setzt meine theologische Perspektive ein. Für mich ist hilasmos nicht bloß das Kreuz, sondern ein Heiligtumsgeschehen, das sich in mehreren Etappen vollzieht. Das Kreuz ist der Anfang – die Öffnung des Zugangs. Aber die Versöhnung wird durch das priesterliche Wirken Christi im himmlischen Heiligtum weitergeführt (vgl. Hebr 9,11–14). Christus ist nicht nur das Opfer – er ist auch der Hohepriester (Glaubenspunkt 24). Das Kreuz ist kein Ende, sondern Übergang – eine sichtbare Enthüllung dessen, was im Himmel weitergeht.
Clinton Arnold und Karen Jobes betonen: „Die Liebe Gottes zeigt sich nicht nur im Senden, sondern im Sühnenden.“ (1, 2, and 3 John). Für sie ist das Kreuz keine bloße Symbolik, sondern priesterlich-reale Handlung – mit heiliger Wirkung. Und genau darin liegt für mich der tiefste Trost: Gott liebt nicht nur bis zum Tod – er liebt durch den Tod hindurch.
Raymond E. Brown stellt nüchtern fest: Das Kreuz erscheint nicht sofort als „liebevoll“. Und doch bleibt Johannes dabei: „Darin ist die Liebe offenbar geworden…“ (The Epistles of John). Brown beschreibt die Inkarnation und den Tod Jesu als unaufgebbare Mitte des johanneischen Liebeszeugnisses. Es ist Liebe, gerade weil sie Schuld trägt, ohne Gegengewalt. In einer Welt, in der Macht oft durch Zwang wirkt, steht hier das Kreuz als Kontrast: Die göttliche Liebe entlarvt die Logik des Bösen, indem sie sich nicht auf sie einlässt. (vgl. Kolosser 2,15 – „Er hat die Mächte und Gewalten entwaffnet“).
Augustinus bringt diese Linie zu einem stillen, aber kraftvollen Punkt: „Gott wurde sichtbar – nicht, damit wir ihn erschreckt betrachten, sondern damit wir ihn lieben können.“ (Homilien zu 1Joh). Doch seine Stimme darf nicht romantisiert werden. Der Liebesruf Gottes ist auch Anspruch. Wer diese Liebe erkennt, kann nicht neutral bleiben.
Liebe ist nicht das Thema – sie ist das Wesen. Und dieses Wesen tritt in die Geschichte ein – nicht als Theorie, sondern als Person. Nicht als Gedanke, sondern als Opfer. Nicht als Lehre, sondern als Leben.
Johannes drängt auf Entscheidung. Nicht mit Pathos. Sondern mit Klarheit. „Wenn Gott uns so geliebt hat – dann…“ (1Joh 4,11). Was folgt, bleibt offen. Nicht weil Johannes unentschieden wäre. Sondern weil Liebe nicht diktiert werden kann.
Kann eine Liebe, die Schuld trägt, aber keine Gegenleistung fordert, in mir überhaupt Raum finden – oder steht mir mein Bedürfnis nach Kontrolle im Weg?
Zentrale Punkte der Ausarbeitung
- Gott hat angefangen – nicht wir.
- Die Liebe Gottes beginnt nicht mit unserem Glauben, unserer Hingabe oder unserem Verständnis. Sie beginnt mit ihm.
- Johannes 4,9 zeigt: Liebe ist kein Ideal, das wir erreichen müssen – sondern eine Wirklichkeit, die uns begegnet.
- Liebe ist keine Theorie, sondern Person.
- Gott bleibt nicht abstrakt. Er wird sichtbar – in einem Menschen, in einem Leben, in Jesus.
- Das griechische ephanerōthē („offenbar geworden“) macht deutlich: Liebe ist nicht nur Gefühl – sie tritt ins Leben ein.
- Göttliche Liebe rechnet nicht – sie handelt.
- Agapē ist Liebe ohne Versicherung. Ohne Rückversicherung. Ohne Vorleistung.
- Diese Liebe kennt keine Wenns und Abers – und deshalb überfordert sie manchmal.
- Das Kreuz ist keine religiöse Kulisse – sondern Liebe in Konsequenz.
- Hilasmos, das Wort für „Sühnung“, macht deutlich: Liebe trägt Schuld, nicht um sie zu verdrängen, sondern um sie zu erlösen.
- Das Kreuz ist nicht romantisch – aber real. Und darum glaubwürdig.
- Diese Liebe will nicht nur berühren – sie will Wohnung nehmen.
- Gott wird nicht nur sichtbar, er wird gegenwärtig. Unter uns. In uns.
- Das verändert die Perspektive: Liebe ist nicht nur Gebot – sie ist Gegenwart.
- Diese Liebe ist konkret – oder sie bleibt Behauptung.
- Sie will sichtbar werden. In Gemeinschaft. In Beziehung. In dem, was wir tun – oder lassen.
- Die Frage bleibt: Bin ich bereit, nicht nur geliebt zu sein – sondern diese Liebe weiterzutragen?
Warum ist das wichtig für mich?
- Es befreit mich vom Druck, Gott etwas beweisen zu müssen.
- Wenn Gott mit der Liebe beginnt, dann darf ich aufhören, sie mir zu verdienen.
- Ich bin nicht erst dann geliebt, wenn ich alles richtig mache. Ich bin es schon jetzt.
- Es stellt meine Beziehung zu Gott auf eine neue Grundlage.
- Ich begegne keinem entfernten Prinzip, sondern einem Gott, der nahe kommt und bleibt.
- Das ist keine Einbahnstraße – aber auch kein Vertrag. Es ist Beziehung, getragen von Gnade.
- Es verändert meine Art zu lieben.
- Liebe bedeutet nicht, immer alles im Griff zu haben. Sondern, nicht wegzulaufen, wenn es wehtut.
- Wenn Gott Liebe so lebt, dann darf ich lernen, weniger zu kontrollieren – und mehr zu vertrauen.
- Es macht meinen Glauben ehrlich und alltagstauglich.
- Ich muss nicht perfekt sein, um teilzuhaben.
- Ich darf anfangen, Gott dort zu entdecken, wo ich ihn am wenigsten vermute – im Unscheinbaren, im Verletzlichen, im Jetzt.
Der Mehrwert dieser Erkenntnis
- Ich kann meinen Glauben als Beziehung verstehen, nicht als geistliche To-do-Liste.
- Ich erkenne: Liebe ist nicht nur ein Thema – sie ist das Zentrum.
- Ich werde sensibler für das, was göttliche Liebe wirklich ist: nicht weich, sondern wahr.
- Ich darf dazugehören, ohne mich ständig beweisen zu müssen.
- Ich werde fähig, diese Liebe weiterzugeben – nicht perfekt, aber glaubwürdig.
Kurz gesagt: Wenn Gottes Liebe sich nicht zurückhält – warum sollte ich es tun? Das ist die Einladung. Und der Anfang von allem.
