Johannes 1,1 Lass das richtige Wort sprechen → „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst”

Fettgedrucktes für schnell Leser…

Einleitender Impuls:

Hast du schon mal versucht, ein IKEA-Regal ohne Anleitung aufzubauen? Manchmal klappt’s, meistens eher nicht – am Ende steht alles irgendwie schief, und du fragst dich, warum immer noch Schrauben übrig sind. Worte haben genau diese Macht: Sie können Orientierung geben oder Chaos anrichten. Johannes 1,1 wirft dir hier eine Wahrheit entgegen, die größer nicht sein könnte: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Dieses Wort ist nicht nur eine nette Inspiration – es ist dieselbe Kraft, die einst sagte: „Es werde Licht!“ – und Dunkelheit musste weichen. Wenn dieses Wort spricht, bleibt nichts mehr, wie es war.

Und genau hier wird’s unbequem: Weil wir oft lieber den Worten glauben, die uns klein halten. Weil Zweifel laut schreien und Gottes Stimme oft nur flüstert – nicht weil sie schwach wäre, sondern weil sie wartet, bis du wirklich hinhörst. Worte, die dir einreden, dein Wert hinge von Likes, Leistung oder Lob ab. Worte, die dich antreiben, stressen und immer wieder an dir zweifeln lassen. Doch Johannes bietet dir eine radikale Alternative an: Es gibt ein Wort, das tiefer geht als jede Stimme deiner Selbstzweifel – ein Wort, das nicht nur redet, sondern Realität erschafft. Ein Wort, das nicht bloß tröstet, sondern Leben schenkt.

Was wäre, wenn du diesem Wort wirklich Raum gibst? Probier es doch mal ganz praktisch: Starte deinen Tag mit einem einzigen Vers aus dem Johannes-Evangelium. Nicht nur scrollen, nicht einfach aufsaugen, was andere sagen, sondern bewusst hinhören auf die Stimme, die das Universum erschaffen hat. Lass es wirken, ganz in Ruhe. Stell dir vor, dass diese Worte dieselbe Kraft besitzen wie damals, als Gott sprach – und alles begann. Zugegeben, easy ist das nicht immer – aber hey, es könnte genau die Ordnung bringen, die du gerade brauchst, und vielleicht stehen am Ende keine Schrauben mehr im Regal deines Lebens herum.

Fragen zur Vertiefung oder für Gruppengespräche:

  1. Welche Worte haben dein Selbstbild am meisten geprägt – und wie haben sie dein Leben beeinflusst?
  2. Woran erkennst du, dass du mehr auf die Stimmen der Welt hörst als auf Gottes Wort?
  3. Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du Gottes Wort wirklich als oberste Wahrheit annimmst?

Parallele Bibeltexte als Slogans mit Anwendung:

1. Mose 1,3 – „Es werde Licht!“ → Gottes Wort bringt Licht in deine Dunkelheit – wenn du es hineinlässt.

Sprüche 18,21 – „Tod und Leben stehen in der Macht der Zunge.“ → Welche Worte du in dein Herz lässt, bestimmt, ob du innerlich wächst oder zerbrichst.

Matthäus 4,4 – „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort Gottes.“ → Gottes Wort nährt deine Seele – aber nur, wenn du es isst.

Hebräer 4,12 – „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam.“ → Es ist mehr als ein Text – es ist eine Kraft, die dein Leben verändert.

Wenn du wissen willst, wie Worte deine Realität erschaffen und wie Gottes Wort deine Identität völlig neu definieren kann, dann nimm dir 20 Minuten und tauche tiefer ein – es könnte dein Denken für immer verändern.

Die Informationen für den Impuls hole ich mir meistens aus BibleHub.com damit auch du es nachschlagen kannst.


Schön, dass wir uns heute Zeit nehmen, um Johannes 1,1 genauer unter die Lupe zu nehmen. Bevor wir uns in diesen gewaltigen Vers stürzen, der mehr Theologie in sich trägt als so manche gesamte Predigtreihe, lass uns diesen Moment mit einem Gebet beginnen:

Lieber Vater, bevor alles begann, warst du da. Vor Raum, Zeit, Materie – vor allem, was wir kennen. Und in deinem Wort liegt nicht nur der Anfang, sondern auch das Ziel. Öffne unsere Herzen und Sinne für das, was du uns heute zeigen willst. Lass uns nicht nur mit dem Verstand begreifen, sondern mit unserer ganzen Seele erfassen, was es bedeutet, dass „im Anfang das Wort war“. Schärfe unseren Blick für das, was hinter diesen Worten steckt – damit wir nicht nur lesen, sondern erkennen.

In Jesu Namen beten wir,

Amen.

Und jetzt? Jetzt geht’s ans Eingemachte. Ein Satz, der so simpel klingt – und doch ein Universum an Bedeutung enthält. „Im Anfang war das Wort…“ Klingt harmlos, oder? Aber halt dich fest, denn was Johannes hier sagt, sprengt alles, was du über Zeit, Ursprung und Realität zu wissen glaubst. Bereit für die Reise? Dann atme tief durch – es geht los.

Der Text:

Zunächst werfen wir einen Blick auf den Text in verschiedenen Bibelübersetzungen. Dadurch gewinnen wir ein tieferes Verständnis und können die unterschiedlichen Nuancen des Textes in den jeweiligen Übersetzungen oder Übertragungen besser erfassen. Dazu vergleichen wir die Elberfelder 2006 (ELB 2006), Schlachter 2000 (SLT), Luther 2017 (LU17), Basis Bibel (BB) und die Hoffnung für alle 2015 (Hfa).

Johannes 1,1

ELB 2006 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

SLT Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

LU17 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

BB Von Anfang an gab es den, der das Wort ist. Er, das Wort, gehörte zu Gott. Und er, das Wort, war Gott in allem gleich.

HfA Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst.

Der Kontext:

In diesem Abschnitt geht es darum, die grundlegenden Fragen – das „Wer“, „Wo“, „Was“, „Wann“ und „Warum“ – zu klären. Das Ziel ist es, ein besseres Bild von der Welt und den Umständen zu zeichnen, in denen dieser Vers verfasst wurde. So bekommen wir ein tieferes Verständnis für die Botschaft, bevor wir uns den Details widmen.

Kurzgesagt… Johannes 1,1 ist nicht einfach nur der Auftakt eines Evangeliums – es ist eine theologische Offenbarung. Während die anderen Evangelien uns in das Leben Jesu hineinführen, beginnt Johannes mit einer ganz anderen Perspektive: Nicht die Geburt Jesu, sondern seine ewige Existenz steht im Mittelpunkt. Es geht nicht nur darum, was Jesus getan hat, sondern wer er ist – von Anfang an und für immer.

Previously on „Das Evangelium nach Johannes“… Die Welt des ersten Jahrhunderts ist religiös, philosophisch und politisch ein Pulverfass. Die Römer haben das Sagen, die jüdischen Gruppierungen kämpfen um Einfluss, und die noch junge christliche Bewegung sucht nach ihrer Identität. In dieser Zeit entstehen die ersten Evangelien – Markus, Matthäus und Lukas – die die Geschichte Jesu erzählen. Doch es gibt eine neue Herausforderung: Missverständnisse und Fehlinterpretationen über Jesus verbreiten sich. Manche sehen ihn nur als besonderen Lehrer, andere als übernatürliches Wesen, das nie wirklich Mensch war. Es gibt Gruppen, die behaupten, Jesus sei eine Art göttlicher Geist, der nur scheinbar menschliche Gestalt hatte (Doketismus), und andere, die ihn für einen großartigen, aber rein menschlichen Rabbi halten. Johannes will Klarheit schaffen – und zwar radikal.

Und wie macht er das? Er geht nicht über die Kindheitsgeschichten oder Jesu Taufe, sondern direkt zurück zum Ursprung von allem. „Im Anfang war das Wort…“ Diese Worte sind kein Zufall. „Im Anfang“ klingt für jüdische Leser sofort nach 1. Mose 1,1: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Johannes macht damit eine steile Aussage: Jesus war nicht nur am Anfang dabei – er IST der Anfang.

Aber warum „Wort“? Warum nicht „Sohn“ oder „Messias“? Hier zeigt sich die Genialität von Johannes. Er wählt den Begriff „Logos“, weil er zwei große Denkwelten verbindet. Für Juden bedeutet das Wort Gottes die schöpferische Kraft – wenn Gott spricht, geschieht etwas (1. Mose 1: „Und Gott sprach: Es werde Licht.“). Das Wort ist aktiv, lebendig und voller Macht. Für Griechen ist der „Logos“ die göttliche Vernunft, die das Universum ordnet, ein Konzept, das Philosophen wie Heraklit und später die Stoiker geprägt haben. Johannes bringt beides zusammen und sagt: Der Logos ist keine abstrakte Kraft oder bloße Sprache – er ist eine Person. Und diese Person ist Jesus.

Das ist keine sanfte Einleitung, das ist ein theologischer Paukenschlag. Johannes macht unmissverständlich klar: Jesus ist nicht nur ein Gesandter, nicht nur ein Prophet, nicht nur ein Wundertäter – er ist das fleischgewordene Wort Gottes, durch das alles entstanden ist. Und er setzt diese Aussage von Anfang an mit einem kosmischen Maßstab an: vor Raum und Zeit, vor allem Geschaffenen, war Jesus schon da.

Doch bevor wir jetzt in tiefere theologische Details eintauchen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Schlüsselwörter dieses Verses. „Im Anfang“, „Wort“ und „war“ sind keine zufälligen Begriffe – sie sind der Schlüssel, um das ganze Mysterium zu verstehen. Also, bereit? Dann schauen wir uns an, was hinter diesen Worten steckt.

Die Schlüsselwörter:

In diesem Abschnitt wollen wir uns genauer mit den Schlüsselwörtern aus dem Text befassen. Diese Worte tragen tiefere Bedeutungen, die oft in der Übersetzung verloren gehen oder nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Wir werden die wichtigsten Begriffe aus dem ursprünglichen Text herausnehmen und ihre Bedeutung näher betrachten. Dabei schauen wir nicht nur auf die wörtliche Übersetzung, sondern auch darauf, was sie für das Leben und den Glauben bedeuten. Das hilft uns, die Tiefe und Kraft dieses Verses besser zu verstehen und ihn auf eine neue Weise zu erleben.

Johannes 1,1 – Ursprünglicher Text (Nestle-Aland 28):

Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος, καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν θεόν, καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος.

Übersetzung Johannes 1,1 (Elberfelder 2006):

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Semantisch-pragmatische Kommentierung der Schlüsselwörter

  • Ἐν ἀρχῇ (en archē) – „Im Anfang“: Johannes öffnet sein Evangelium mit einer bewussten Anspielung auf 1. Mose 1,1: „Im Anfang schuf Gott…“. Doch hier spricht er nicht von einem Moment, in dem etwas entsteht, sondern von einer Realität, die bereits existiert, bevor die Zeit beginnt. Das griechische Wort „archē“: kann „Anfang“, „erste Ursache“ oder „Grundprinzip“ bedeuten. Es geht nicht einfach um einen Startpunkt, sondern um den Urgrund, aus dem alles hervorgeht. Johannes beschreibt damit nicht nur den Beginn der Schöpfung, sondern den ewigen Seinszustand des Wortes.
  • ἦν (ēn) – „war“ Das kleine unscheinbare Wort „war“ ist hier eine theologische Bombe. Es steht im Imperfekt, was eine andauernde Vergangenheit ausdrückt. Das bedeutet: Das Wort hat nicht irgendwann angefangen zu existieren – es war bereits. Vor aller Zeit, jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft war das Wort bereits in Existenz.
  • ὁ λόγος (ho logos) – „das Wort“: Jetzt wird’s spannend. „Logos“ ist mehr als nur „Wort“ – es ist ein Konzept, das die gesamte antike Denkwelt durchzieht.
    • Im jüdischen Denken: Gottes Wort ist nicht nur eine Sprachäußerung, sondern eine aktive schöpferische Kraft. In 1. Mose 1 spricht Gott – und die Welt entsteht. Das Wort ist also nicht nur Information, sondern lebendige Tat.
    • Im griechischen Denken: Der „Logos“ war das ordnende Prinzip des Universums. Philosophen wie Heraklit sahen ihn als die göttliche Vernunft, die das Chaos ordnet.
    • Johannes verbindet beides: Der Logos ist nicht nur ein Konzept oder eine Kraft – er ist eine Person. Er ist die schöpferische Macht Gottes und gleichzeitig der, durch den alles seinen Sinn erhält.
  • πρὸς τὸν θεόν (pros ton theon) – „bei Gott“: Das griechische „πρὸς“ (pros) bedeutet mehr als nur „bei“ oder „neben“. Es beschreibt eine dynamische, persönliche Beziehung – eine aufeinander ausgerichtete Existenz. Das Wort war nicht nur einfach „in der Nähe Gottes“, sondern bestand in einer lebendigen, innigen Einheit mit Gott. Johannes macht hier also klar: Das Wort existiert nicht getrennt von Gott, sondern in einer ewigen, gegenseitigen Gemeinschaft mit ihm.
  • θεὸς ἦν ὁ λόγος (theos ēn ho logos) – „das Wort war Gott“: Jetzt kommt der zentrale Satz. Johannes sagt nicht einfach, dass das Wort „göttlich“ war – er sagt, dass es GOTT war.
    • „Theos“ (Gott) steht hier ohne Artikel, was nicht bedeutet, dass das Wort „ein Gott“ unter vielen war, sondern dass es dem Wesen nach Gott ist.
    • Gleichzeitig unterscheidet Johannes zwischen dem Wort und dem Vater („bei Gott“), aber ohne Trennung im göttlichen Wesen.
    • Das ist eine der stärksten Aussagen zur Gottheit Jesu im gesamten Neuen Testament. Das Wort ist Gott – nicht erschaffen, nicht niedriger, sondern ewig göttlich.

Was sagt dieser Vers also aus?

  • Jesus ist ewig – er hatte keinen Anfang.
  • Er ist das schöpferische Wort Gottes – nicht bloß ein Gesandter, sondern das Prinzip, durch das alles existiert.
  • Er war in vollkommener Einheit mit Gott – nicht nur „bei“, sondern existenziell auf ihn ausgerichtet.
  • Er ist selbst Gott – nicht eine untergeordnete Instanz, sondern wahrhaft göttlich.

Johannes beginnt nicht mit einer sanften Einführung – er haut die theologische Wahrheit von Anfang an unmissverständlich raus. Kein Raum für Missverständnisse, keine vagen Andeutungen: Jesus ist Gott. Punkt.

Und genau hier setzen wir beim nächsten Schritt an: Was bedeutet das theologisch? Wie verändert dieser Vers unser Gottesbild? Wie formt er unser Verständnis von Jesus? Bereit für den nächsten Schritt? Dann tauchen wir tiefer ein.

Ein Kommentar zum Text:

Johannes beginnt sein Evangelium nicht mit einer sanften Einleitung, sondern mit einer theologischen Explosion: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ (Johannes 1,1). Kein Stammbaum, keine Engel, keine Krippe – stattdessen ein Satz, der das Fundament von allem in Frage stellt, was wir über Zeit, Existenz und Gott zu wissen glaubten. Was bedeutet es, dass Jesus das „Wort“ (ho logos) ist? Und warum beginnt Johannes mit diesen Worten?

Der erste Hinweis liegt in „Ἐν ἀρχῇ“ (en archē) – „Im Anfang“. Sofort klingelt es: Das erinnert an 1. Mose 1,1 – „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. Aber hier passiert mehr als eine bloße Referenz. Während Mose von der Schöpfung der Welt spricht, zeigt Johannes: Bevor die Schöpfung begann, war da bereits das Wort. Das ist keine nebensächliche Information – es ist eine direkte Antwort auf eine der größten Fragen der Menschheit: Was war vor dem Anfang? Die Bibel antwortet: Das Wort.

Und was genau bedeutet „war“? Hier lohnt sich ein genauer Blick auf „ἦν“ (ēn), das Verb im Imperfekt. Es beschreibt keine punktuelle Vergangenheit („es begann zu existieren“), sondern eine andauernde Existenz. Das Wort war nicht irgendwann da – es war immer da. Kein Ursprung, keine Erschaffung, keine Anfangsphase. Johannes stellt damit klar: Jesus ist nicht Teil der Schöpfung, sondern existierte vor ihr – ewig, unverändert, vollkommen. Das ist ein radikaler Gegensatz zu jeder Vorstellung, dass Jesus irgendwann geschaffen wurde (vgl. Kolosser 1,16-17).

Doch Johannes geht noch weiter: „πρὸς τὸν θεόν“ (pros ton theon) – „bei Gott“. Das griechische „pros“ ist nicht bloß eine Ortsbeschreibung („danebenstehend“), sondern ein Beziehungsbegriff. Es beschreibt eine lebendige, dynamische Hinwendung – eine tiefe Einheit und Gemeinschaft. Das Wort war nicht einfach nur neben Gott – es war auf ihn ausgerichtet, in vollkommener Beziehung. Hier betreten wir das Mysterium der Dreieinigkeit: Zwei Personen, untrennbar verbunden, aber doch unterscheidbar.

Dann kommt der große Hammer: „καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος“ (kai theos ēn ho logos) – „und das Wort war Gott.“ Kein Interpretationsspielraum. Keine Einschränkung. Das Wort ist nicht nur göttlich, es IST Gott. Warum steht „theos“ hier ohne Artikel? Das bedeutet nicht, dass es „ein Gott“ unter vielen wäre, sondern dass der Fokus auf dem Wesen liegt. Das Wort hat nicht nur göttliche Eigenschaften – es IST göttliches Sein.

Aber dann taucht die große Spannung auf: Wenn das Wort Gott ist, warum unterscheidet Johannes es dann von Gott? Genau hier liegt das Herz der christlichen Theologie. Johannes hält zwei Wahrheiten in perfekter Spannung: Das Wort ist Gott – aber es ist nicht der Vater. Die Lösung? Die Dreieinigkeit. Ein Wesen, drei Personen. Nicht drei Götter, nicht ein Gott mit drei Masken – sondern eine ewige Beziehung, die Gott selbst IST. Das bedeutet: Bevor die Welt existierte, existierte bereits Liebe. Beziehung. Gemeinschaft. Gott war nie allein – er war immer in sich selbst vollkommen.

Und warum nennt Johannes Jesus „das Wort“ (ho logos)? Warum nicht einfach „der Sohn“ oder „der Messias“? Hier kommt eine der genialsten Brücken zwischen jüdischem und griechischem Denken ins Spiel.

  • Im Alten Testament ist Gottes Wort das Mittel der Schöpfung. Gott spricht – und es geschieht (Psalm 33,6). Sein Wort ist aktiv, schöpferisch, machtvoll.
  • Im griechischen Denken ist der logos das Prinzip, das das Universum ordnet. Heraklit und die Stoiker sahen den Logos als die göttliche Vernunft, die allem zugrunde liegt.
  • Johannes verbindet beides: Jesus ist das schöpferische Wort, das das Universum ins Dasein rief – aber er ist nicht nur ein Prinzip, sondern eine Person.

Hier liegt die tiefste Offenbarung dieses Verses: Gott offenbart sich durch ein Wort – aber nicht nur ein gesprochenes Wort, sondern ein lebendiges, personifiziertes Wort. Das bedeutet: Gott ist kein schweigendes, verborgenes Wesen. Er spricht. Er kommuniziert. Er zeigt sich. Jesus ist die ultimative Offenbarung Gottes – er ist Gottes Herz in menschlicher Form. Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau auf Jesus (vgl. Hebräer 1,1-3).

Diese Wahrheit hat immense Konsequenzen. Wenn Jesus wirklich Gott ist, dann reicht es nicht, ihn als guten Lehrer zu sehen. Dann ist er entweder das Zentrum deines Lebens – oder du ignorierst die tiefste Wahrheit des Universums. Und genau das macht diesen Vers so herausfordernd: Er lässt uns keine neutrale Position.

Und genau hier setzen wir beim nächsten Schritt an: Wie wenden wir das praktisch an? Wie verändert diese Wahrheit unser Denken, unser Handeln, unser Leben? Genau das schauen wir uns jetzt mit der SPACE-Methode an. Bereit? Dann geht’s weiter.

Die SPACE-Anwendung*

Die SPACE-Anwendung ist eine Methode, um biblische Texte praktisch auf das tägliche Leben anzuwenden. Sie besteht aus fünf Schritten, die jeweils durch die Anfangsbuchstaben von „SPACE“ repräsentiert werden:

S – Sünde (Sin)

Die größte Sünde, die dieser Vers aufdeckt, ist nicht einfach Unwissenheit über Jesus, sondern bewusste Zurückweisung der Wahrheit. Johannes beschreibt später, dass Jesus in die Welt kam, aber die Seinen ihn nicht aufnahmen (Johannes 1,10-11). Es ist nicht nur ein Nicht-Wissen, sondern ein Nicht-Wollen. Das Wort war da, aber viele haben es ignoriert – nicht, weil es unklar war, sondern weil es unbequem war.

Und genau hier liegt der Punkt: Was passiert, wenn wir Jesus aus unserem Denken ausschließen? Wir schaffen uns andere „Worte“ – Autoritäten, die unsere Realität bestimmen. Vielleicht sind es gesellschaftliche Ideale, persönliche Überzeugungen oder einfach die Stimme unserer eigenen Unsicherheiten. Wenn wir nicht auf das Wort hören, hören wir auf etwas anderes – die Frage ist nur, auf was.

Die Bibel zeigt uns, dass jede falsche Vorstellung von Gott Konsequenzen hat. Wenn wir Jesus nur als klugen Lehrer sehen, dann folgen wir ihm wie einem Philosophen, nicht wie unserem Herrn. Wenn wir ihn auf eine religiöse Figur reduzieren, wird er zu einer Option unter vielen – doch Johannes stellt klar: Das Wort ist keine Option, es ist die Realität.

P – Verheißung (Promise)

Hier liegt eine gewaltige Verheißung verborgen: Wenn das Wort vor allem war, dann wird es auch nach allem noch sein. Jesus ist nicht nur der Anfang – er ist auch das Ziel. Das bedeutet: Nichts in unserem Leben kann so chaotisch oder zerbrochen sein, dass es sich außerhalb seiner Macht befindet.

Und das Beste? Dieses Wort ist nicht nur eine kosmische Kraft – es ist eine Person, die mit dir in Beziehung treten will. Jesus bleibt nicht auf Distanz, sondern kommt in unsere Welt, spricht in unser Leben und lädt uns ein, ihn kennenzulernen.

Kolosser 1,17 bestätigt das eindrucksvoll: „Er ist vor allem, und alles hat in ihm Bestand.“ Das heißt nicht nur, dass Jesus uns erhalten kann – ohne ihn würde die gesamte Existenz auseinanderfallen. Deine Sorgen, deine Zukunft, deine Geschichte – alles ist sicher in ihm.

A – Aktion (Action)

Wenn Jesus wirklich das Wort ist, das alles trägt, dann stellt sich eine herausfordernde Frage: Nach wem oder was richtest du dein Leben aus? Es gibt unzählige Stimmen – Nachrichten, Social Media, Selbstzweifel, Erwartungen – und jede behauptet, das wichtigste Wort zu sein. Doch die Wahrheit ist: Am Ende wird nur ein Wort bleiben.

Die Herausforderung ist also nicht nur, was du glaubst, sondern was du konsumierst. Welche Worte prägen dein Denken? Stell dir vor, dein innerer Dialog wäre ein Podcast – welche Stimme würdest du am meisten hören? Wenn Jesus wirklich das Wort ist, dann macht es Sinn, sein Wort mehr Gewicht zu geben als allen anderen.

Teste es mal für eine Woche: Ersetze eine Stimme in deinem Alltag bewusst durch Gottes Wort. Statt morgens als erstes Nachrichten zu lesen – lies einen Vers aus Johannes. Statt dir Sorgen zu machen – bete. Statt Zweifel zu nähren – sprich Wahrheit über dein Leben aus. Es muss nicht perfekt sein, aber es sollte bewusst sein. Schau, was sich verändert.

C – Appell (Command)

Richte dich auf das Wort aus. Das bedeutet nicht nur, dass du darüber nachdenkst – sondern dass du es aktiv als deine Orientierung wählst. Wenn Jesus wirklich das Wort ist, dann ist alles andere vergänglich – aber er bleibt.

Das erfordert eine Entscheidung: Willst du Jesus als die zentrale Wahrheit deines Lebens anerkennen? Nicht nur als Konzept, nicht nur als Inspiration – sondern als die Stimme, die wirklich zählt? Dann gib ihm den Platz, den er verdient.

E – Beispiel (Example)

Zwei Geschichten in der Bibel zeigen, was passiert, wenn Menschen sich am Wort ausrichten.

Maria von Bethanien ist das erste Beispiel. Während Martha beschäftigt ist, sitzt Maria einfach da und hört Jesus zu (Lukas 10,38-42). Sie erkennt, dass nichts wichtiger ist als das, was er sagt. Das zeigt: Sich auf das Wort auszurichten bedeutet nicht nur Aktivität, sondern auch Stille, Zuhören, Beziehung.

Dann ist da Petrus auf dem Wasser (Matthäus 14,28-29). Als Jesus sagt „Komm!“, verlässt er das Boot. Er geht nicht auf dem Wasser, weil er Magie beherrscht – sondern weil er sich auf das Wort Jesu verlässt. Doch als er sich auf Wind und Wellen konzentriert, beginnt er zu sinken. Das zeigt: Wenn wir auf Jesus fokussiert bleiben, können wir Dinge tun, die uns unmöglich erscheinen. Wenn wir den Blick abwenden, geraten wir ins Straucheln.

Die Frage bleibt: Was ist das zentrale Wort in deinem Leben? Nach wem oder was richtest du dich aus?

Und genau hier kommt der nächste Schritt: die persönliche Identifikation mit dem Text. Was bedeutet es für dich persönlich, dass Jesus das Wort ist? Welche Veränderung bringt das in dein Denken, in deine Entscheidungen, in dein Herz? Genau das schauen wir uns jetzt an.

Persönliche Identifikation mit dem Text:

In diesem Schritt stelle ich mir sogenannte „W“ Fragen: „Was möchte der Text mir sagen?“ in der suche nach der Hauptbotschaft. Dann überlege ich, „Was sagt der Text nicht?“ um Missverständnisse zu vermeiden. Ich reflektiere, „Warum ist dieser Text für mich wichtig?“ um seine Relevanz für mein Leben zu erkennen. Anschließend frage ich mich, „Wie kann ich den Text in meinem Alltag umsetzen/anwenden?“ um praktische Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Weiterhin denke ich darüber nach, „Wie wirkt sich der Text auf meinen Glauben aus?“ um zu sehen, wie er meinen Glauben stärkt oder herausfordert. Schließlich frage ich, „Welche Schlussfolgerungen kann ich für mich aus dem Gesagten ziehen?“ um konkrete Handlungen und Einstellungen abzuleiten.

Johannes 1,1 ist kein Text, den man einfach liest und dann zur Tagesordnung übergeht. Wenn du ihn wirklich ernst nimmst, dann verändert er dein komplettes Weltbild. Denn mal ehrlich: Was bedeutet es, dass Jesus das Wort ist? Dass er nicht nur eine historische Figur oder eine moralische Inspiration ist, sondern die Grundlage von allem, was existiert? Das ist kein kleines Detail. Das ist entweder Wahnsinn oder die tiefste Wahrheit des Universums.

Aber hier kommt das Problem: Ich kann diesen Vers intellektuell anerkennen und trotzdem so leben, als wäre er nicht wahr. Ich kann sagen: Ja, Jesus ist das Wort, und trotzdem meine Identität aus anderen Stimmen ziehen – aus gesellschaftlichen Erwartungen, meiner Vergangenheit, meinen Ängsten. Denn Worte erschaffen Realität. Die Frage ist nicht, ob Worte mich prägen – sondern welche Worte mich prägen. Wenn Jesus das Wort ist, dann ist er nicht einfach eine Stimme unter vielen. Seine Worte sind die Worte, die Licht aus Dunkelheit schaffen. Die Ordnung ins Chaos bringen. Die Leben ins Dasein rufen. Und wenn das so ist, warum fällt es mir dann oft so schwer, mich wirklich auf ihn zu verlassen?

Was dieser Text nicht sagt, ist ebenso wichtig wie das, was er sagt. Johannes beginnt nicht mit mir. Er beginnt nicht mit meinen Gefühlen, meinen Zweifeln, meiner Perspektive. Er beginnt mit einer Realität, die existiert – unabhängig von meiner Meinung darüber. Das bedeutet: Mein Glaube ist nicht zuerst eine Frage dessen, wie ich mich fühle, sondern eine Antwort auf eine Wahrheit, die mich bereits umgibt. Und das ist herausfordernd, weil wir gerne das Zentrum unserer eigenen Geschichte sind. Aber dieser Vers dreht das Skript um: Du bist nicht der Anfang – das Wort ist es.

Und genau das verändert meinen Glauben. Glaube ist dann nicht länger ein spirituelles Hobby oder eine persönliche Philosophie, sondern eine Reaktion auf eine unumstößliche Wahrheit. Und das konfrontiert mich mit einer knallharte Frage: Lebe ich so, als wäre das wahr? Oder picke ich mir das heraus, was mir passt? Denn wenn Jesus wirklich das Wort ist, dann bedeutet das: Ich kann ihn nicht zurechtbiegen. Ich kann ihn nur annehmen – oder ignorieren.

Was heißt das für meinen Alltag? Es bedeutet, dass mein Leben nicht aus zufälligen Fragmenten besteht, sondern dass es in eine größere Geschichte eingebettet ist. Ich bin nicht einfach eine Existenz im Chaos, die versucht, sich irgendeinen Sinn zu basteln. Der Sinn existiert bereits – die Frage ist, ob ich mich darauf einlasse. Und das ist der Punkt: Ich kann mich bewusst darauf ausrichten – oder ignorieren, dass mein Leben von etwas Größerem gehalten wird.

Ganz konkret: Was würde passieren, wenn ich nur Jesu Worte in mich hineinlasse? Nicht vermischt mit anderen Stimmen, nicht verwässert von Meinungen, sondern radikal nach dem Prinzip „Sola Scriptura“? Würde es mich verändern? Würde es meine Sicht auf mich selbst, auf andere, auf meine Zukunft transformieren? Denn wenn Jesus das Wort ist, dann bedeutet das auch: Er hat das Recht, meine Identität zu definieren – nicht meine Ängste, nicht meine Erfahrungen, nicht meine Vergangenheit. Die Frage ist: Lasse ich ihn?

(Sola Scriptura bedeutet „Allein die Schrift“ und ist das Prinzip, dass die Bibel die höchste und maßgebliche Autorität in Fragen des Glaubens und der Lebensführung ist – über Traditionen, persönliche Erfahrungen oder menschliche Meinungen hinaus. Es bedeutet nicht, dass andere Quellen unwichtig sind, sondern dass letztlich alles an der Schrift gemessen wird.)

Am Ende bleibt eine Einladung – und sie ist alles andere als belanglos: Jesus ist nicht nur eine Idee, er ist eine Realität. Eine, die du ignorieren kannst – aber nicht, ohne dass es Konsequenzen hat. Wenn das Wort wirklich das Fundament von allem ist, dann wäre es vielleicht klug, sich ihm zuzuwenden. Nicht aus Zwang, nicht aus Angst, sondern weil es der einzige Weg sein könnte, wirklich im Einklang mit dem zu leben, was wahr ist. Ey, das ist nicht immer easy, aber es könnte sich lohnen.

Zentrale Punkte der Ausarbeitung

  1. Jesus als das ewige Wort bedeutet, dass er die Grundlage von allem ist
    • Er ist nicht nur eine historische Figur oder ein moralischer Lehrer, sondern die Realität hinter allem, was existiert.
    • Das Wort war nicht nur am Anfang – es war vor dem Anfang und wird auch am Ende noch sein.
  2. Worte erschaffen Realität – die Frage ist, welche Worte uns prägen
    • Unsere Identität, unser Denken und unser Handeln werden von Worten geformt.
    • Wenn Jesus das Wort ist, dann bedeutet das, dass seine Worte die eigentliche Wahrheit über uns und unser Leben sind.
    • Die Gefahr besteht darin, dass wir uns von anderen Stimmen definieren lassen – gesellschaftliche Erwartungen, Ängste, Zweifel oder Lügen über uns selbst.
  3. Der Text dreht das Skript um – es geht nicht zuerst um uns, sondern um Gott
    • Johannes beginnt nicht mit unseren Gefühlen oder Bedürfnissen, sondern mit einer objektiven Realität: Das Wort war da, bevor wir da waren.
    • Das bedeutet: Glaube ist nicht etwas, das wir uns zurechtlegen, sondern eine Antwort auf eine Wahrheit, die uns bereits umgibt.
  4. Ich kann Jesus nicht zurechtbiegen – ich kann ihn nur annehmen oder ignorieren
    • Wenn Jesus wirklich das Wort ist, dann ist er nicht verhandelbar.
    • Ich kann ihn nicht als „Inspirationsquelle“ oder „Option“ betrachten, sondern muss mich entscheiden, ob ich ihn als das annehme, was er ist.
  5. Glaube ist keine Privatmeinung, sondern eine Reaktion auf eine unumstößliche Wahrheit
    • Die Frage ist nicht, ob ich glaube, sondern ob ich so lebe, als wäre es wahr.
    • Wenn Jesus das Wort ist, dann sollte seine Stimme mehr Gewicht haben als jede andere – in meinen Entscheidungen, meinem Selbstbild und meiner Ausrichtung.
  6. Praktische Anwendung: Was würde passieren, wenn ich nur Jesu Worte in mich hineinlasse?
    • Statt mich von jeder beliebigen Stimme beeinflussen zu lassen, radikal auf das eine Wort hören.
    • Nicht nur eine Mischung aus Jesus + Selbsthilfe + Mainstream-Ideen – sondern reine, unverfälschte Wahrheit.
    • Wie würde sich mein Denken, mein Handeln und meine Wahrnehmung der Welt verändern, wenn ich mich nur auf Gottes Wort ausrichten würde?
  7. Jesus ist nicht nur eine Idee – er ist eine Realität, mit der ich mich auseinandersetzen muss
    • Wenn das Wort wirklich die Grundlage von allem ist, dann kann ich es nicht ignorieren, ohne dass es Konsequenzen hat.
    • Es gibt nur zwei Wege: Mich bewusst darauf ausrichten – oder mich von anderen, unsicheren Stimmen bestimmen lassen.

Warum ist das wichtig für mich?

  1. Weil es mich herausfordert, Jesus nicht nur theoretisch zu glauben, sondern praktisch nach ihm auszurichten
    • Glaube ist keine Philosophie – er ist entweder eine Wahrheit, die mein Leben formt, oder eine leere Theorie.
    • Die Frage ist: Lebe ich so, als wäre das Wort wirklich das Fundament von allem?
  2. Weil es mich davor bewahrt, meine Identität von falschen Stimmen bestimmen zu lassen
    • Wenn Jesus das Wort ist, dann hat er das Recht, meine Identität zu definieren – nicht meine Vergangenheit, nicht meine Fehler, nicht gesellschaftliche Erwartungen.
    • Das bedeutet: Ich bin nicht das, was meine Unsicherheiten mir sagen – ich bin das, was Gottes Wort über mich sagt.
  3. Weil es mich zwingt, mich zu entscheiden
    • Wenn das Wort wirklich der Anfang von allem ist, dann kann ich nicht neutral bleiben.
    • Ich kann mich bewusst auf Jesus ausrichten – oder unbewusst von anderen Stimmen leiten lassen. Eine dritte Option gibt es nicht.
  4. Weil es mein Denken und meine Wahrnehmung radikal verändert
    • Was wäre, wenn ich mich nur von Gottes Wort prägen lasse?
    • Wie viel Sorgen, Ängste oder Zweifel würden verschwinden, wenn ich die Wahrheit nicht nur kenne, sondern wirklich glaube?
  5. Weil es zeigt, dass mein Leben Teil einer größeren Geschichte ist
    • Ich bin nicht der Anfang und nicht das Zentrum – das Wort ist es.
    • Das nimmt mir den Druck, meinen eigenen Sinn konstruieren zu müssen, und gibt mir einen festen Halt.

Was ist der Mehrwert dieser Erkenntnisse?

  • Sie befreien mich von der Illusion, dass ich mir meine eigene Wahrheit erschaffen muss.
    • Die Wahrheit existiert bereits – ich muss sie nicht erfinden, sondern erkennen.
  • Sie geben mir Sicherheit, dass mein Leben nicht von Zufall oder Chaos bestimmt ist.
    • Wenn das Wort von Anfang an war, dann hat mein Leben eine Richtung und einen Sinn, unabhängig von meinen Gefühlen oder Umständen.
  • Sie helfen mir, klare Entscheidungen zu treffen.
    • Entweder ist Jesus das Wort – oder nicht. Wenn er es ist, dann sollte er das Zentrum meines Lebens sein.
  • Sie fordern mich heraus, mein Denken, meine Identität und meine Prioritäten an Gottes Wort auszurichten.
    • Nicht auf Stimmen, die mich heute definieren und morgen vergessen – sondern auf das Wort, das ewig bleibt.
  • Sie laden mich ein, das Risiko einzugehen, Jesus wirklich an die erste Stelle zu setzen.
    • Nicht halbherzig. Nicht als Option. Sondern als die fundamentale Realität meines Lebens.

Fazit: Diese Erkenntnisse sind unbequem – aber sie sind wahr. Und das bedeutet, dass sie mein Leben entweder herausfordern und verändern – oder dass ich sie ignoriere. Eine andere Wahl gibt es nicht.


*Die SPACE-Analyse im Detail:

Sünde (Sin): In diesem Schritt überlegst du, ob der Bibeltext eine spezifische Sünde aufzeigt, vor der du dich hüten solltest. Es geht darum, persönliche Fehler oder falsche Verhaltensweisen zu erkennen, die der Text anspricht. Sprich, Sünde, wird hier als Verfehlung gegenüber den „Lebens fördernden Standards“ definiert.

Verheißung (Promise): Hier suchst du nach Verheißungen in dem Text. Das können Zusagen Gottes sein, die dir Mut, Hoffnung oder Trost geben. Diese Verheißungen sind Erinnerungen an Gottes Charakter und seine treue Fürsorge.

Aktion (Action): Dieser Teil betrachtet, welche Handlungen oder Verhaltensänderungen der Text vorschlägt. Es geht um konkrete Schritte, die du unternehmen kannst, um deinen Glauben in die Tat umzusetzen.

Appell (Command): Hier identifizierst du, ob es in dem Text ein direktes Gebot oder eine Aufforderung gibt, die Gott an seine Leser richtet. Dieser Schritt hilft dir, Gottes Willen für dein Leben besser zu verstehen.

Beispiel (Example): Schließlich suchst du nach Beispielen im Text, die du nachahmen (oder manchmal auch vermeiden) solltest. Das können Handlungen oder Charaktereigenschaften von Personen in der Bibel sein, die als Vorbild dienen.

Diese Methode hilft dabei, die Bibel nicht nur als historisches oder spirituelles Dokument zu lesen, sondern sie auch praktisch und persönlich anzuwenden. Sie dient dazu, das Wort Gottes lebendig und relevant im Alltag zu machen.