Hebräer‬ ‭11:1‬ Mehr als Wünsche: Glaube in Gottes Verheißungen

Glaube ist keine magische Wunschmaschine! Hebräer 11:1 sagt uns nicht, dass wir alles bekommen, was wir uns wünschen, wenn wir nur fest genug daran glauben. Stattdessen fordert uns der Text auf, eine tiefe und feste Zuversicht in Gottes Verheißungen zu haben, auch wenn wir diese noch nicht sehen können. Es geht um das Vertrauen auf das Unsichtbare, die Hoffnung auf das, was Gott in seiner unendlichen Liebe durch Jesus Christus versprochen hat.

Für mich bedeutet dieser Vers, dass ich in meinem Alltag lernen darf, über das Sichtbare hinauszuschauen und darauf zu vertrauen, dass Gottes Plan für mich gut ist, selbst wenn ich die Details noch nicht kenne. Es ist eine Einladung, meinen Glauben zu stärken, mich auf die unsichtbaren Realitäten Gottes zu konzentrieren und darauf zu vertrauen, dass Er treu ist, selbst in den schwierigsten Zeiten. Durch Jesus Christus hat Gott seine Liebe zu uns gezeigt und uns versichert, dass wir in dieser Liebe sicher sind, egal was passiert.

Vielleicht denkst du, dass dieser Text nichts mit deinem Leben zu tun hat. Aber stell dir vor, wie sich dein Alltag verändern könnte, wenn du mit einer festen Zuversicht und Hoffnung auf Gottes Verheißungen und seine Liebe in Jesus Christus leben würdest. Was wäre, wenn du inmitten von Herausforderungen eine unerschütterliche Gewissheit hättest, dass Gott dich führt und unterstützt? Lass dich inspirieren und ermutigen, deinen Glauben zu vertiefen und die unsichtbaren Realitäten Gottes und seine Liebe in deinem Leben zu erfahren. Lies weiter, um zu entdecken, wie Hebräer 11:1 auch dein Leben bereichern kann.

Fragen zur Vertiefung oder für Gruppengespräche:

  1. Wie zeigt sich Gottes Liebe in deinem Leben durch Jesus Christus, auch wenn du sie nicht immer sehen kannst?
  2. In welchen Bereichen deines Lebens fällt es dir schwer, auf Gottes unsichtbare Verheißungen zu vertrauen?
  3. Welche Schritte kannst du unternehmen, um deinen Glauben im Alltag zu stärken und die unsichtbaren Realitäten Gottes zu erfahren?

Parallele Bibeltexte als Slogans:

2. Korinther 5:7 — „Wir leben im Glauben und nicht im Schauen“

Römer 8:24-25 — „Auf das Unsichtbare hoffen und geduldig warten“

Johannes 20:29 — „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“

Hebräer 12:2 — „Schaut auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“

Möchtest du dich noch weiter in dieses Thema vertiefen? Im Anschluss findest du die Schritte die ich für diesen Impuls gegangen bin. Die Informationen hole ich mir meistens aus BibleHub.com damit auch du es nachschlagen kannst.


Lass uns mit einem Gebet starten, bevor wir Hebräer 11:1 betrachten:

Himmlischer Vater, wir kommen heute zu Dir und bitten um Deine Führung und Weisheit. Öffne unsere Herzen und Sinne für Dein Wort, damit wir tiefere Erkenntnisse aus Hebräer 11:1 gewinnen können. Sende Deinen Heiligen Geist, um unsere Augen zu öffnen, damit wir verstehen, was Du uns durch diesen Vers sagen möchtest. Mögen wir Deine Absichten erkennen und sie in unser tägliches Leben integrieren.

In Jesu Namen beten wir,

Amen.

Kontext des Textes:

Bevor wir Hebräer 11:1 betrachten, wollen wir uns den Kontext dieses Verses genauer anschauen, um ein tieferes Verständnis zu gewinnen. Der Brief an die Hebräer wurde an jüdische Christen geschrieben, die unter Verfolgung litten und in Gefahr waren, ihren Glauben aufzugeben. Der Autor, dessen Identität nicht eindeutig festgelegt ist, wollte diese Gläubigen ermutigen und sie daran erinnern, dass Jesus der vollkommene Hohepriester ist und der neue Bund, den Er mit Seinem Blut besiegelt hat, überlegen ist.

Im vorangegangenen Kapitel, Hebräer 10, spricht der Autor darüber, wie Jesus Christus durch Sein Opfer den alten Opferkult des Gesetzes erfüllt hat. Er betont, dass die Gläubigen durch Jesu Opfer einmalig und für immer gereinigt sind. In den Versen 19-25 ermutigt der Autor die Leser, im Glauben und in der Hoffnung festzuhalten und einander zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen. Er warnt auch vor dem Abfall und den Konsequenzen, die damit verbunden sind (Hebräer 10:26-31). Schließlich erinnert er die Leser an ihre früheren Zeiten des Leidens und fordert sie auf, ihr Vertrauen nicht wegzuwerfen, da es eine große Belohnung mit sich bringt (Hebräer 10:32-39).

Dieser Kontext leitet direkt zu Hebräer 11 über, einem Kapitel, das oft als das „Glaubenskapitel“ bezeichnet wird. Hier definiert der Autor den Glauben und illustriert ihn durch Beispiele aus dem Alten Testament. Er beginnt mit einer grundlegenden Definition des Glaubens in Hebräer 11:1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (NIV). Diese Definition bildet die Grundlage für die vielen Beispiele des Glaubens, die folgen.

Das 11. Kapitel hebt zahlreiche Glaubenshelden hervor – von Abel über Noah und Abraham bis hin zu Mose und vielen anderen. Jeder dieser Menschen lebte und handelte aufgrund seines Glaubens, oft gegen den Augenschein und trotz großer Schwierigkeiten. Durch diese Beispiele wird deutlich, dass der Glaube nicht nur eine intellektuelle Zustimmung ist, sondern eine feste Zuversicht und ein tiefes Vertrauen auf Gottes Verheißungen, auch wenn diese noch nicht sichtbar sind.

Hebräer 11:1 steht also am Anfang eines Kapitels, das den Glauben als eine lebendige, aktive und beharrliche Haltung beschreibt. Diese Haltung ist besonders wichtig für die jüdischen Christen, die aufgrund ihrer Verfolgung versucht sein könnten, ihren Glauben aufzugeben. Der Autor ermutigt sie, weiter festzuhalten und erinnert sie daran, dass die Verheißungen Gottes zuverlässig sind, auch wenn sie noch nicht erfüllt sind.

Schlüsselwörter identifizieren:

Hebräer 11:1 Ursprünglicher Text (Griechisch – Nestle-Aland 28) Ἔστιν δὲ πίστις ἐλπιζομένων ὑπόστασις, πραγμάτων ἔλεγχος οὐ βλεπομένων.

Deutsche Übersetzung HFA Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht.

Semantisch-pragmatische Kommentierung der Schlüsselwörter

  • πίστις (pistis) „Glaube“: „πίστις“ bedeutet Vertrauen oder Glauben und ist im Neuen Testament oft das Vertrauen auf Gott und seine Verheißungen. Es geht um eine feste Überzeugung und ein tiefes Vertrauen in Gott.
  • ἐλπιζομένων (elpizomenōn) „in dem, was man erhofft“: Dieses Partizip beschreibt das, worauf man hofft. Es zeigt, dass Glaube eine Zukunftsperspektive hat, die auf Gottes Verheißungen beruht.
  • ὑπόστασις (hypostasis) „Feststehen“: „ὑπόστασις“ kann wörtlich „Substanz“ oder „Wesen“ bedeuten. In diesem Kontext bezieht es sich auf die Gewissheit und Sicherheit, die der Glaube bringt.
  • πραγμάτων (pragmatōn) „Dinge“: „πράγματα“ bezieht sich auf reale Dinge oder Tatsachen. Hier bezieht es sich auf die göttlichen Realitäten, die durch den Glauben wahrgenommen werden.
  • ἔλεγχος (elegchos) „Überzeugtsein“: „ἔλεγχος“ bedeutet Beweis oder Überzeugung. Es betont die feste Überzeugung des Gläubigen von der Realität der unsichtbaren Dinge.
  • οὐ βλεπομένων (ou blepomenōn) „von dem, was man nicht sieht“: Diese Phrase unterstreicht, dass der Glaube sich auf unsichtbare Realitäten bezieht. Es geht um die Überzeugung von Dingen, die nicht mit den physischen Augen gesehen werden können, sondern durch den Glauben erkannt werden.

Kommentar zum Text:

Hebräer 11:1 ist ein kraftvoller Vers, der uns eine tiefgehende Definition des Glaubens gibt. Schauen wir uns den Text im Detail an: „Ἔστιν δὲ πίστις ἐλπιζομένων ὑπόστασις, πραγμάτων ἔλεγχος οὐ βλεπομένων.“ Der Vers im Deutschen lautet: „Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von dem, was man nicht sieht.“ Lass uns nun tiefer in die einzelnen Begriffe und deren Bedeutung eintauchen, um ein umfassendes Verständnis zu erlangen.

Das erste Schlüsselwort ist „πίστις“ (pistis), was allgemein als „Glaube“ übersetzt wird. Im Neuen Testament wird „πίστις“ oft verwendet, um das Vertrauen auf Gott und seine Verheißungen zu beschreiben. Dieses Vertrauen ist nicht bloß eine vage Hoffnung, sondern eine feste Überzeugung, dass Gott treu ist und seine Zusagen erfüllt. Es ist eine Art des Glaubens, die unser ganzes Leben durchdringt und uns in schwierigen Zeiten Halt gibt.

Das nächste Wort, „ἐλπιζομένων“ (elpizomenōn), bedeutet „in dem, was man erhofft“. Hier sehen wir, dass Glaube eine Zukunftsperspektive hat. Es ist die Zuversicht auf Dinge, die wir noch nicht sehen, aber fest daran glauben, dass sie durch Gottes Verheißungen Wirklichkeit werden. Diese Hoffnung ist nicht unbestimmt oder ungewiss, sondern fest gegründet auf Gottes Zusagen. Paulus spricht in Römer 8:24-25 darüber, dass Hoffnung auf das Unsichtbare gerichtet ist und dass wir geduldig auf die Erfüllung dieser Hoffnung warten.

„ὑπόστασις“ (hypostasis) wird im Deutschen als „Feststehen“ übersetzt. Wörtlich bedeutet es „Substanz“ oder „Wesen“. In diesem Kontext beschreibt es die Gewissheit und Sicherheit, die der Glaube bringt. Der Glaube ist die Grundlage, auf der unsere Hoffnung ruht. Es ist die feste Überzeugung, dass das, was wir erhoffen, real und zuverlässig ist, obwohl es noch nicht sichtbar ist. Diese Bedeutung findet auch in 2. Korinther 5:7 Ausdruck, wo Paulus sagt: „Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“

Weiter geht es mit „πραγμάτων“ (pragmatōn), was „Dinge“ bedeutet. Hier bezieht es sich auf reale Dinge oder Tatsachen, insbesondere auf die göttlichen Realitäten, die durch den Glauben wahrgenommen werden. Diese Realität mag für das bloße Auge unsichtbar sein, doch für den Glaubenden ist sie ebenso greifbar wie das Sichtbare.

Das Wort „ἔλεγχος“ (elegchos) bedeutet „Überzeugtsein“ oder „Beweis“. Es betont die feste Überzeugung des Gläubigen von der Realität der unsichtbaren Dinge. Glaube ist nicht bloß eine Annahme oder Vermutung, sondern eine tief verankerte Überzeugung. In der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, wird „ἔλεγχος“ verwendet, um die Zurechtweisung und Überführung durch Gottes Wort zu beschreiben (z.B. Sprüche 3:11-12). Diese Überzeugung geht weit über menschliches Verstehen hinaus und wird durch den Heiligen Geist in uns bezeugt.

Schließlich haben wir „οὐ βλεπομένων“ (ou blepomenōn), was „von dem, was man nicht sieht“ bedeutet. Diese Phrase unterstreicht, dass der Glaube sich auf unsichtbare Realitäten bezieht. In 2. Korinther 4:18 erklärt Paulus, dass wir nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare schauen, denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig. Der Glaube ermöglicht es uns, die ewigen, unsichtbaren Wahrheiten Gottes zu erfassen und darauf zu vertrauen.

Hebräer 11:1 hat eine tiefgreifende Bedeutung, die oft missverstanden oder aus dem Kontext gerissen wird. Der Autor des Hebräerbriefes richtet sich an jüdische Christen, die unter Verfolgung und Druck stehen und möglicherweise versucht sind, ihren Glauben aufzugeben. Der Vers ist ein Aufruf, ihre Hoffnung und ihr Vertrauen auf Jesus Christus nicht aufzugeben. Es geht darum, dass der Glaube eine feste Zuversicht auf Gottes Verheißungen ist, auch wenn diese noch nicht sichtbar sind.

Was bedeutet das konkret? Der Glaube, von dem hier die Rede ist, ist nicht einfach ein Glaube an irgendwelche weltlichen Dinge, Wünsche oder Erwartungen. Es ist ein Glaube, der auf Gottes Verheißungen und die Hoffnung auf Jesus Christus fokussiert ist. Der Glaube ist hier eine Antwort auf die göttliche Offenbarung und Verheißung, die sich in Jesus Christus erfüllt hat und weiterhin erfüllt. In Hebräer 11 sehen wir zahlreiche Beispiele von Menschen, die ihren Glauben in Gott gesetzt haben, trotz großer Schwierigkeiten und ohne die Erfüllung aller Verheißungen zu Lebzeiten zu sehen.

Ein Missverständnis, das häufig auftritt, ist die Anwendung dieses Verses auf weltliche Wünsche und Ambitionen. Menschen können diesen Text so interpretieren, dass er jegliche Form von Glauben an zukünftige Ereignisse oder persönliche Ziele unterstützt. Natürlich sind unsere persönlichen Wünsche und Ziele wichtig und haben ihren Platz im Leben, aber sie sollten nicht mit dem spezifischen Glauben verwechselt werden, der hier beschrieben wird.

Der Glaube, den Hebräer 11:1 beschreibt, ist ein Glaube, der auf die Verheißungen Gottes in Jesus Christus ausgerichtet ist. Es ist ein Glaube, der uns über die gegenwärtigen Umstände hinausblicken lässt und uns die Gewissheit gibt, dass Gott treu ist und seine Verheißungen erfüllen wird. Dies schließt die Hoffnung auf das ewige Leben, die Wiederkunft Christi und die endgültige Erfüllung des Reiches Gottes ein.

Im weiteren Verlauf des Hebräerbriefes, insbesondere in Kapitel 12, wird deutlich, dass dieser Glaube eine aktive Reaktion erfordert. Wir sind aufgerufen, im Vertrauen auf Jesus Christus zu leben und uns nicht entmutigen zu lassen. Hebräer 12:1-2 ermahnt uns, „mit Ausdauer in dem Wettkampf zu laufen, der vor uns liegt“, indem wir „auf Jesus blicken, den Anfänger und Vollender des Glaubens“. Diese Aufforderung zeigt, dass der Glaube nicht passiv ist, sondern uns zu einem Leben der Hingabe und des Vertrauens aufruft.

Zusammenfassend ist es wichtig, den Kontext von Hebräer 11:1 zu verstehen und zu respektieren. Der Vers spricht von einem Glauben, der sich auf die Verheißungen Gottes konzentriert, besonders auf die, die sich in Jesus Christus offenbart haben. Während persönliche Wünsche und Ambitionen ihre Bedeutung haben, geht es in diesem Text darum, unseren Glauben fest auf Christus zu richten und durch diesen Glauben ermutigt und gestärkt zu werden. Es ist ein Glaube, der uns Hoffnung und Gewissheit gibt, selbst inmitten von Schwierigkeiten und Unsicherheit.

SPACE-Anwendung*

Die SPACE-Anwendung ist eine Methode, um biblische Texte praktisch auf das tägliche Leben anzuwenden. Sie besteht aus fünf Schritten, die jeweils durch die Anfangsbuchstaben von „SPACE“ repräsentiert werden:

S. – Sünde identifizieren: Eine der möglichen Sünden, die wir in Bezug auf diesen Vers identifizieren können, ist das Fehlen von Vertrauen und Glauben in Gottes Verheißungen. Zweifel und Unglaube können uns davon abhalten, Gottes Realität und seine Verheißungen für unser Leben zu erkennen. Wenn wir uns zu sehr auf das Sichtbare und Materielle konzentrieren, verlieren wir die Perspektive auf das, was Gott uns versprochen hat.

P. – Versprechen festhalten: Hebräer 11:1 erinnert uns daran, dass unser Glaube auf Gottes Verheißungen basiert. Wir können darauf vertrauen, dass das, was Gott uns versprochen hat, sicher und zuverlässig ist, auch wenn wir es noch nicht sehen. Dieses Versprechen gibt uns Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft, da Gott treu ist und seine Zusagen erfüllt.

A. – Aktiv werden: Um aktiv zu werden, sollten wir unsere Glaubenshaltung im täglichen Leben überprüfen und stärken. Dies bedeutet, bewusst Zeit im Gebet und im Studium der Bibel zu verbringen, um unser Vertrauen in Gottes Wort zu festigen. Wir sollten auch aktiv nach Möglichkeiten suchen, unseren Glauben im Alltag zu leben, und eventuell dinge einfach mal passieren lassen. Vielleicht auch in dem wir unsere Skepsis in manchen Bereichen einschenken.

C. – Appell verstehen: Wir sollten uns ermutigt fühlen, unseren Glauben zu vertiefen und auf Gottes unsichtbare Realitäten zu vertrauen. Es wäre gut, wenn wir uns daran erinnern, dass unser Glaube mehr ist als nur intellektuelles Wissen; er ist eine lebendige und aktive Zuversicht in das, was Gott tun wird. Wir sollten danach streben, diese Zuversicht in unserem täglichen Handeln und Denken zu reflektieren.

E. – Beispiel folgen: Hebräer 11 gibt uns viele Beispiele von Glaubenshelden, die trotz schwieriger Umstände an Gottes Verheißungen festgehalten haben. Wir können uns ein Beispiel an Abraham, Noah und Mose nehmen, die alle durch ihren Glauben außergewöhnliche Taten vollbracht haben. Diese Beispiele motivieren uns, in unserem eigenen Glaubensweg standhaft und treu zu bleiben.

Fazit: Hebräer 11:1 lädt uns ein, unseren Glauben aktiv und lebendig zu halten, indem wir auf Gottes Verheißungen vertrauen und unser Leben danach ausrichten. Es wäre gut, wenn wir uns regelmäßig daran erinnern, dass Glaube bedeutet, fest in dem zu stehen, was wir hoffen, und überzeugt zu sein von dem, was wir nicht sehen. Durch diese Haltung können wir die Unsicherheiten des Lebens mit Zuversicht und Hoffnung meistern und ein Leben führen, das Gott ehrt und seine Realität widerspiegelt.

Persönliche Identifikation mit dem Text:

In diesem Schritt stelle ich mir sogenannte „W“ Fragen: „Was möchte der Text mir sagen?“ in der suche nach der Hauptbotschaft. Dann überlege ich, „Was sagt der Text nicht?“ um Missverständnisse zu vermeiden. Ich reflektiere, „Warum ist dieser Text für mich wichtig?“ um seine Relevanz für mein Leben zu erkennen. Anschließend frage ich mich, „Wie kann ich den Text in meinem Alltag interpretieren?“ um praktische Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Weiterhin denke ich darüber nach, „Wie wirkt sich der Text auf meinen Glauben aus?“ um zu sehen, wie er meinen Glauben stärkt oder herausfordert. Schließlich frage ich, „Welche Schlussfolgerungen kann ich für mich aus dem Gesagten ziehen?“ um konkrete Handlungen und Einstellungen abzuleiten.

Hebräer 11:1 hat für mich eine besonders tiefgehende Bedeutung, da es mich daran erinnert, dass Glaube nicht nur eine bloße intellektuelle Zustimmung ist, sondern eine feste Zuversicht und eine lebendige Hoffnung auf Gottes Verheißungen. Der Text spricht mich direkt an und fordert mich auf, darüber nachzudenken, was ich tatsächlich glaube und wie dieser Glaube in meinem täglichen Leben Ausdruck findet.

Der Vers sagt mir, dass Glaube bedeutet, fest auf das zu vertrauen, was ich erhoffe, und überzeugt zu sein von Dingen, die ich nicht sehe. Das ist eine starke Ermutigung, besonders in Zeiten der Unsicherheit oder wenn das Leben mich herausfordert. Es bedeutet, dass ich darauf vertrauen kann, dass Gottes Verheißungen wahr sind, selbst wenn die Umstände das Gegenteil zu beweisen scheinen. Es geht nicht darum, an irgendwelchen weltlichen Dingen oder persönlichen Wünschen festzuhalten, sondern darum, meine Hoffnung auf die unsichtbaren Realitäten Gottes zu setzen.

Für meinen Alltag bedeutet das, dass ich mich jeden Tag bewusst entscheiden sollte, Gott zu vertrauen, auch wenn ich seine Pläne noch nicht vollständig verstehe. Wenn ich mit Herausforderungen konfrontiert werde, sei es im Beruf, in Beziehungen oder in persönlichen Zielen, erinnert mich dieser Vers daran, dass ich nicht auf das Sichtbare schauen soll, sondern auf Gottes Treue und seine Verheißungen. Es wäre gut, regelmäßig innezuhalten und mich daran zu erinnern, dass mein Glaube auf etwas Festem ruht – auf der unveränderlichen Zusage Gottes.

Der Text hilft mir auch, meine Prioritäten zu überdenken. Es geht nicht darum, dass meine persönlichen Wünsche und Ziele unwichtig wären, aber sie sollten im Licht meines Glaubens und meiner Hoffnung auf Gottes Verheißungen stehen. Das ermutigt mich, meine Träume und Ambitionen mit Gottes Willen in Einklang zu bringen und darauf zu vertrauen, dass er mich führt und unterstützt, selbst wenn ich den Weg noch nicht klar sehe.

Mein Glaube wird durch diesen Text gestärkt, weil er mich daran erinnert, dass ich nicht alleine bin. Viele vor mir haben ihren Glauben in Gott gesetzt und sind trotz großer Herausforderungen und Unsicherheiten standhaft geblieben. Ihre Geschichten ermutigen mich und geben mir das Vertrauen, dass auch ich durch meinen Glauben die unsichtbaren Realitäten Gottes erfahren kann.

Schlussendlich ziehe ich aus diesem Text die Erkenntnis, dass es gut wäre, meinen Glauben aktiv zu leben und zu vertiefen. Das bedeutet, dass ich regelmäßig die Bibel lese, bete und mich mit anderen Gläubigen austausche. Es bedeutet auch, dass ich in schwierigen Zeiten nicht den Mut verliere, sondern mich an Gottes Verheißungen klammere. Es ist eine Einladung, täglich neu auf Gott zu vertrauen und die unsichtbaren Realitäten seiner Liebe und Treue in meinem Leben zu erfahren.


*Die SPACE-Analyse im Detail:

Sünde (Sin): In diesem Schritt überlegst du, ob der Bibeltext eine spezifische Sünde aufzeigt, vor der du dich hüten solltest. Es geht darum, persönliche Fehler oder falsche Verhaltensweisen zu erkennen, die der Text anspricht. Sprich, Sünde, wird hier als Verfehlung gegenüber den „Lebens fördernden Standards“ definiert.

Verheißung (Promise): Hier suchst du nach Verheißungen in dem Text. Das können Zusagen Gottes sein, die dir Mut, Hoffnung oder Trost geben. Diese Verheißungen sind Erinnerungen an Gottes Charakter und seine treue Fürsorge.

Aktion (Action): Dieser Teil betrachtet, welche Handlungen oder Verhaltensänderungen der Text vorschlägt. Es geht um konkrete Schritte, die du unternehmen kannst, um deinen Glauben in die Tat umzusetzen.

Appell (Command): Hier identifizierst du, ob es in dem Text ein direktes Gebot oder eine Aufforderung gibt, die Gott an seine Leser richtet. Dieser Schritt hilft dir, Gottes Willen für dein Leben besser zu verstehen.

Beispiel (Example): Schließlich suchst du nach Beispielen im Text, die du nachahmen (oder manchmal auch vermeiden) solltest. Das können Handlungen oder Charaktereigenschaften von Personen in der Bibel sein, die als Vorbild dienen.

Diese Methode hilft dabei, die Bibel nicht nur als historisches oder spirituelles Dokument zu lesen, sondern sie auch praktisch und persönlich anzuwenden. Sie dient dazu, das Wort Gottes lebendig und relevant im Alltag zu machen.