„Verfolgung? Echt jetzt? Ist das wirklich das, was mich glücklich machen soll?“ Das klingt doch ziemlich schräg, oder? Aber genau das sagt Jesus in Matthäus 5:10. Es geht nicht darum, dass wir leiden wollen oder uns über schwierige Situationen freuen sollen. Vielmehr geht es darum, was passiert, wenn wir standhaft für das Richtige einstehen – selbst wenn das bedeutet, dass wir uns gegen den Strom stellen und dafür Gegenwind bekommen.
Dieser Text will uns nicht sagen, dass wir Verfolgung suchen sollen oder dass Leiden an sich etwas Gutes ist. Stattdessen erinnert er uns daran, dass echtes Glück und wahre Erfüllung in der Treue zu dem liegen, was wir als richtig und gerecht erkannt haben, auch wenn das manchmal unbequem ist. Der eigentliche „Segen“ liegt darin, dass wir wissen, dass wir in solchen Momenten Gott näher sind als je zuvor, und das Himmelreich gehört uns — weil wir dran festhalten.
Überleg mal: Wo in deinem Leben stehst du vor der Wahl, den einfachen Weg zu gehen oder für das Richtige einzutreten, selbst wenn das unangenehm ist? Vielleicht könnte gerade diese Entscheidung, für die Wahrheit einzustehen, etwas sein, das nicht nur dich selbst, sondern auch dein Umfeld nachhaltig bereichert. Wenn du Lust hast, tiefer in dieses Thema einzutauchen, lade ich dich ein, die vollständige Betrachtung zu lesen. Du wirst überrascht sein, wie viel Mut und Hoffnung in diesem scheinbar paradoxen Vers steckt!
Fragen zur Vertiefung oder für Gruppengespräche:
- Welche Situationen in deinem Leben fordern dich heraus, für Gerechtigkeit einzustehen, auch wenn es unangenehm ist?
- Was bedeutet es für dich, dass Verfolgung ein Zeichen der Nähe zu Gott sein kann?
- Wie könntest du in deinem Alltag mutiger für das Richtige eintreten, ohne Angst vor Ablehnung?
Parallele Bibeltexte als Slogans:
2. Timotheus 3:12 — „Wer gottesfürchtig lebt, wird verfolgt werden“
1. Petrus 4:14 — „Wenn ihr geschmäht werdet, seid ihr selig“
Jakobus 1:12 — „Selig ist der Mann, der die Prüfung besteht“
Johannes 15:20 — „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“
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Hey, lass uns die Betrachtung mit einem Gebet starten, um unsere Herzen auf das vorzubereiten, was Gott uns heute durch Sein Wort sagen möchte.
Herr, wir kommen heute zu Dir und bitten Dich um die Führung Deines Heiligen Geistes. Öffne unsere geistlichen Augen, damit wir Deine Wahrheit in der Tiefe erkennen können. Lass uns verstehen, was Du uns durch Matthäus 5:10 mitteilen möchtest, und schenke uns die Weisheit, das Gehörte in unserem Leben umzusetzen. Lass Deine Worte in unseren Herzen Wurzeln schlagen, damit wir gestärkt und ermutigt aus dieser Zeit hervorgehen.
In Jesu Namen beten wir,
Amen.
Kontext des Textes:
Der Text, den wir betrachten, ist Teil der sogenannten „Bergpredigt“, die in Matthäus Kapitel 5 bis 7 aufgezeichnet ist. Die Bergpredigt ist eine der bekanntesten und wichtigsten Lehren Jesu. Sie wurde vor einer großen Menschenmenge gehalten, wahrscheinlich auf einem Hügel in der Nähe des Sees Genezareth, weshalb sie auch „Bergpredigt“ genannt wird.
Um den Kontext richtig zu verstehen, müssen wir zunächst betrachten, was vor Matthäus 5:10 passiert. Matthäus Kapitel 4 beschreibt, wie Jesus seine öffentliche Mission begann, nachdem er in der Wüste versucht worden war. Er begann, das Evangelium des Himmelreichs zu verkünden und berief seine ersten Jünger. Er heilte viele Kranke, was die Menschenmengen anzog, die daraufhin zu ihm kamen, um seine Lehre zu hören.
In Kapitel 5 beginnt Jesus die Bergpredigt mit den „Seligpreisungen“ (Matthäus 5:3-12), einer Reihe von Aussagen, die mit „Selig sind…“ beginnen. Diese Seligpreisungen beschreiben das Wesen und die Haltung derer, die Teil des Himmelreichs sind. Sie sind eine radikale Umkehrung der weltlichen Werte, die oft Reichtum, Macht und Selbstgenügsamkeit preisen. Stattdessen erklärt Jesus Menschen glücklich („selig“), die arm im Geist, sanftmütig, barmherzig und nach Gerechtigkeit hungern.
Der Vers, den wir betrachten, Matthäus 5:10, gehört zu diesen Seligpreisungen und lautet: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.“ Dieser Vers kommt am Ende der Seligpreisungen und hebt eine besondere Gruppe von Menschen hervor: diejenigen, die wegen ihrer Treue zur Gerechtigkeit verfolgt werden.
„Gerechtigkeit“ in diesem Zusammenhang bedeutet mehr als nur moralisches Handeln; es bezieht sich auf die Hingabe an Gottes Willen und die Verkündigung seines Reiches. Die Verfolgung, von der Jesus spricht, ist also das Leiden, das Menschen erfahren, weil sie standhaft zu Gottes Wahrheit stehen und nach seinem Willen leben. Dies deutet darauf hin, dass Nachfolge Jesu nicht immer einfach ist und oft mit Widerstand und Leid verbunden sein kann.
Die Seligpreisungen als Ganzes zeigen uns ein Bild davon, wie das Leben in Gottes Reich aussieht. Es ist ein Leben, das oft im Gegensatz zu den Werten dieser Welt steht, aber von Gott als wahrer Segen und wahres Glück angesehen wird. Matthäus 5:10 unterstreicht die paradoxe Realität, dass sogar in der Verfolgung, in der Ablehnung durch die Welt, ein tiefer Segen liegt – das Versprechen des Himmelreichs.
Schlüsselwörter identifizieren:
Matthäus 5:10 Ursprünglicher Text (Griechisch – Nestle-Aland 28) Μακάριοι οἱ δεδιωγμένοι ἕνεκεν δικαιοσύνης, ὅτι αὐτῶν ἐστιν ἡ βασιλεία τῶν οὐρανῶν.
Deutsche Übersetzung HFA Glücklich sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Semantisch-pragmatische Kommentierung der Schlüsselwörter
- Μακάριοι (makarioi) „glücklich“: Dieses griechische Wort bedeutet „gesegnet“ oder „glücklich“. Es verweist auf den Zustand des inneren Friedens und des Wohlbefindens, den diejenigen erleben, die Gottes Willen folgen, unabhängig von äußeren Umständen.
- οἱ δεδιωγμένοι (hoi dediōgmenoi) „die verfolgt werden“: Dieses Partizip bezeichnet diejenigen, die Verfolgung erleiden. Das Wort impliziert eine anhaltende Handlung, die auf das Leiden der Gläubigen aufgrund ihres Glaubens und ihrer Hingabe an die Gerechtigkeit hinweist.
- ἕνεκεν δικαιοσύνης (heneken dikaiosynēs) „um der Gerechtigkeit willen“: Die Phrase betont, dass die Verfolgung nicht aufgrund von Fehlverhalten, sondern aufgrund der Hingabe an das, was recht und gerecht ist, stattfindet. „δικαιοσύνη“ (Gerechtigkeit) steht hier für moralische Integrität und Treue zu Gottes Geboten.
- ἡ βασιλεία τῶν οὐρανῶν (hē basileia tōn ouranōn) „das Himmelreich“: Diese Phrase bezieht sich auf die göttliche Herrschaft und das Reich Gottes. Es ist das Versprechen des ewigen Lebens und der Gemeinschaft mit Gott, das denjenigen gegeben wird, die treu bleiben, selbst inmitten von Verfolgung.
Kommentar zum Text:
Matthäus 5:10 führt uns tief in die spirituelle und theologische Welt der Seligpreisungen ein, die nicht nur eine Liste von ethischen Idealen, sondern auch eine radikale Umkehrung weltlicher Werte darstellen. In diesem Vers werden Schlüsselwörter verwendet, die sowohl in ihrer ursprünglichen Bedeutung als auch in ihrer theologischen Tiefe ein reiches Spektrum an Wahrheit und Weisheit offenbaren.
Das Wort „Μακάριοι“ (makarioi), das in vielen Übersetzungen mit „glücklich“ oder „gesegnet“ wiedergegeben wird, geht über bloßes irdisches Glück hinaus. Es beschreibt einen Zustand tiefen, inneren Friedens und Freude, der unabhängig von äußeren Umständen existiert. In der griechischen Philosophie wird „makarios“ oft verwendet, um den Zustand der Götter zu beschreiben – einen Zustand des vollkommenen Glücks und der Unabhängigkeit von den Wechselfällen des Lebens. Im biblischen Kontext aber nimmt dieses Wort eine noch tiefere Bedeutung an. Hier bezieht sich „makarios“ auf das Leben unter Gottes Segen – eine Erfahrung, die nicht an materielle Umstände gebunden ist, sondern an die Nähe zu Gott selbst. Wenn Jesus sagt, dass diejenigen „glücklich“ sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, spricht er von einer tiefen, übernatürlichen Freude, die nur aus einer innigen Beziehung zu Gott kommt.
Der Begriff „δεδιωγμένοι“ (dediōgmenoi), also „die verfolgt werden“, ist ein Partizip Perfekt Passiv, das eine Handlung beschreibt, die in der Vergangenheit begonnen hat und weiterhin andauert. Es impliziert, dass die Verfolgung ein anhaltender Zustand ist, kein einmaliges Ereignis. Die Verfolgung, von der Jesus hier spricht, ist nicht zufällig oder aufgrund von moralischem Fehlverhalten, sondern geschieht gerade „um der Gerechtigkeit willen“. Dies zeigt eine tiefgehende Realität im christlichen Leben: Die Nachfolge Jesu ist oft mit Leiden verbunden. In der ganzen Bibel sehen wir, dass die Gerechten oft verfolgt werden – ob es die Propheten im Alten Testament sind, die Apostel im Neuen Testament, oder die Märtyrer der frühen Kirche. Ein herausragendes Beispiel ist der Prophet Jeremia, der wegen seiner Treue zu Gottes Wort Verfolgung erleiden musste (Jeremia 20:2). Paulus, der Apostel, bestätigt in 2. Timotheus 3:12: „Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“ Die Verfolgung wird hier fast als ein Kennzeichen wahrer Jüngerschaft dargestellt.
Das nächste Schlüsselwort, „δικαιοσύνη“ (dikaiosynē), also „Gerechtigkeit“, ist zentral für das Verständnis dieses Verses. Im biblischen Griechisch hat „dikaiosynē“ eine umfassendere Bedeutung als in der modernen Auffassung von Gerechtigkeit. Es geht nicht nur um rechtliches oder moralisches Verhalten, sondern um eine umfassende Lebensweise, die im Einklang mit Gottes Willen steht. In Matthäus 5:6 spricht Jesus von denen, die „hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“, was den tiefen Wunsch ausdrückt, in allen Dingen das zu tun, was Gott gefällt. Diese Gerechtigkeit ist nicht nur eine persönliche Tugend, sondern auch eine soziale Realität – sie drängt danach, das Gute in der Welt zu fördern und das Böse zu bekämpfen. Hier sehen wir eine enge Verbindung zur prophetischen Tradition des Alten Testaments, wo Gerechtigkeit oft in Bezug auf Gottes Bund und seine Forderungen an sein Volk beschrieben wird (z.B. Micha 6:8).
Schließlich, das „βασιλεία τῶν οὐρανῶν“ (basileia tōn ouranōn), „das Himmelreich“, ist das Ziel und der Lohn für die, die verfolgt werden. Dieses Konzept des Reiches Gottes – oder des Himmelreichs, wie es Matthäus bevorzugt nennt – ist ein zentrales Thema in Jesu Verkündigung. Es ist das Reich, in dem Gottes Herrschaft vollkommen ist und seine Gerechtigkeit regiert. In der jüdischen Tradition, aus der Jesus stammt, wurde das Reich Gottes oft als eine zukünftige Realität verstanden, in der Gott sein Volk befreien und seine Herrschaft über die ganze Erde ausüben würde (Daniel 7:13-14). Jesus jedoch lehrt, dass das Himmelreich sowohl eine gegenwärtige als auch eine zukünftige Realität ist. Es beginnt im Hier und Jetzt, wo immer Gottes Wille getan wird, und wird in der Zukunft vollendet, wenn Jesus wiederkommt. Die Tatsache, dass das Himmelreich denen gehört, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, ist eine radikale Umkehrung der Werte dieser Welt. Es ist ein Versprechen, dass der scheinbare Verlust, den man durch Verfolgung erleidet, nichts im Vergleich zu dem Gewinn ist, den man im Reich Gottes hat.
Die Verbindung dieser Begriffe ergibt ein reiches theologisches Bild. Die Verfolgung, die Gläubige erleiden, ist nicht sinnlos oder vergeblich; sie ist Teil der Teilnahme am Leiden Christi, wie es in 1. Petrus 4:13 beschrieben wird: „Freut euch, dass ihr Anteil habt an den Leiden Christi, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.“ Diese Teilnahme am Leiden ist gleichzeitig eine Teilnahme an seinem Sieg und seiner Herrlichkeit.
Das makarios-Sein, das Glücklichsein in der Verfolgung, stellt die ultimative paradoxe Wahrheit dar: In den Augen der Welt sind die Verfolgten Verlierer, doch in Gottes Augen sind sie die wahren Gewinner, die Erben seines Reiches. Diese Aussage Jesu erinnert uns daran, dass das wahre Leben und wahre Freude nur in der Hingabe an Gott und seine Gerechtigkeit zu finden sind, selbst wenn diese Hingabe zu Leiden und Verfolgung führt. Das Himmelreich, das diesen Verfolgten gehört, ist nicht nur eine zukünftige Belohnung, sondern eine gegenwärtige Realität, die jetzt schon in den Herzen und Gemeinschaften der Gläubigen wirkt.
SPACE-Anwendung*
Die SPACE-Anwendung ist eine Methode, um biblische Texte praktisch auf das tägliche Leben anzuwenden. Sie besteht aus fünf Schritten, die jeweils durch die Anfangsbuchstaben von „SPACE“ repräsentiert werden:
S. – Sünde identifizieren: Matthäus 5:10 spricht weniger von einer spezifischen Sünde, sondern fordert uns auf, unsere Haltung gegenüber der Gerechtigkeit zu prüfen. Eine mögliche Sünde, die wir hier erkennen können, ist der Versuch, Verfolgung um jeden Preis zu vermeiden, selbst wenn es bedeutet, Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen. Es kann auch die Tendenz sein, nach der Anerkennung der Welt zu suchen, statt nach der Anerkennung Gottes. Diese Angst vor Ablehnung oder Verfolgung könnte uns davon abhalten, das Richtige zu tun und für Gerechtigkeit einzutreten.
P. – Versprechen festhalten: Das Versprechen, das Jesus in diesem Vers gibt, ist kraftvoll und tröstlich: „Denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Dieses Versprechen gilt all jenen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Es zeigt, dass die Leiden, die wir im Namen der Gerechtigkeit ertragen, nicht vergeblich sind. Stattdessen führen sie uns direkt in das Reich Gottes – eine Realität, die jetzt beginnt und in der Ewigkeit vollendet wird. Es ist ein Versprechen, dass Gott uns in unserem Leid nicht vergessen hat, sondern uns seinen Segen und seine Gegenwart sichert.
A. – Aktiv werden: Ein wichtiger Schritt, um aktiv zu werden, besteht darin, Mut zu finden, für Gerechtigkeit und Wahrheit einzustehen, selbst wenn dies Widerstand oder Ablehnung bedeutet. Es wäre gut, darüber nachzudenken, in welchen Bereichen deines Lebens du vielleicht zögerst, das Richtige zu tun, aus Angst vor den Konsequenzen. Werde aktiv, indem du kleine Schritte unternimmst, um die Gerechtigkeit in deinem Umfeld zu fördern, sei es in deinem persönlichen Leben, in der Arbeit oder in der Gemeinschaft.
C. – Appell verstehen: Jesus ruft uns dazu auf, nicht vor der Verfolgung zurückzuschrecken, sondern sie als Teil unserer Nachfolge zu akzeptieren. Wir sollten bereit sein, uns auf Gottes Gerechtigkeit zu berufen und sie zu verteidigen, auch wenn das bedeutet, dass wir dafür leiden könnten. Der Appell ist, dass wir standhaft bleiben und uns nicht entmutigen lassen. Es wäre gut, diesen Mut zu kultivieren und die Verfolgung, die uns vielleicht widerfährt, nicht als Niederlage, sondern als Bestätigung unseres Weges mit Gott zu sehen.
E. – Beispiel folgen: Das beste Beispiel, dem wir folgen können, ist Jesus selbst. Er ertrug Verfolgung und Leiden um der Gerechtigkeit willen und blieb bis zum Ende treu. Auch die Apostel und viele Christen nach ihnen lebten nach diesem Prinzip und setzten sich für die Wahrheit ein, egal welche Kosten damit verbunden waren. Wir können auch von den Propheten des Alten Testaments lernen, die trotz erheblicher Widerstände das Wort Gottes predigten und seine Gerechtigkeit forderten.
Fazit: Matthäus 5:10 erinnert uns daran, dass das Leben als Christ nicht immer leicht ist, aber es ist ein Leben voller Bedeutung und göttlicher Belohnung. Verfolgung um der Gerechtigkeit willen ist kein Zeichen des Versagens, sondern ein Zeichen der Treue zu Gott. Es wäre gut, diesen Vers in dein Herz zu schließen und dich daran zu erinnern, dass selbst in den schwierigsten Zeiten, Gott bei dir ist und dir das Himmelreich verspricht. Lass dich von diesem Vers motivieren, mutig für das einzustehen, was richtig ist, und Gott zu vertrauen, dass er deinen Weg segnet.
Persönliche Identifikation mit dem Text:
In diesem Schritt stelle ich mir sogenannte „W“ Fragen: „Was möchte der Text mir sagen?“ in der suche nach der Hauptbotschaft. Dann überlege ich, „Was sagt der Text nicht?“ um Missverständnisse zu vermeiden. Ich reflektiere, „Warum ist dieser Text für mich wichtig?“ um seine Relevanz für mein Leben zu erkennen. Anschließend frage ich mich, „Wie kann ich den Text in meinem Alltag umsetzen/anwenden?“ um praktische Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Weiterhin denke ich darüber nach, „Wie wirkt sich der Text auf meinen Glauben aus?“ um zu sehen, wie er meinen Glauben stärkt oder herausfordert. Schließlich frage ich, „Welche Schlussfolgerungen kann ich für mich aus dem Gesagten ziehen?“ um konkrete Handlungen und Einstellungen abzuleiten.
Wenn ich über den Satz „Glücklich sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich“ nachdenke, fühle ich mich erst einmal herausgefordert. Denn, ehrlich gesagt, wer mag schon Verfolgung? Ich meine, keiner von uns steht morgens auf und sagt: „Heute wäre ein toller Tag, um ein bisschen verfolgt zu werden!“ Aber hier ist der Clou: Jesus spricht nicht nur über irgendeine Verfolgung. Es geht um Verfolgung, weil wir für das Richtige einstehen, weil wir Gerechtigkeit suchen. Das ist nicht irgendein Leiden, sondern eines, das einen tiefen Sinn hat.
Interessant ist auch, was der Text nicht sagt. Er verspricht nicht, dass die Dinge leicht sein werden. Er verspricht nicht, dass alle mich mögen werden, wenn ich den richtigen Weg gehe. Im Gegenteil, der Text macht klar, dass es wahrscheinlich zu Widerstand kommen wird. Aber dieser Widerstand ist nicht das Ende der Geschichte. Das Himmelreich gehört denen, die sich durch diese Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen. Es erinnert mich daran, dass das wahre Ziel meines Lebens nicht darin besteht, es allen recht zu machen, sondern treu zu dem zu stehen, was Gott mir gezeigt hat.
Warum ist dieser Text wichtig für mich? Weil er mir hilft, die Prioritäten in meinem Leben richtig zu setzen. Er ermutigt mich, darüber nachzudenken, was wirklich zählt. Es wäre gut, diese Wahrheit tief in meinem Herzen zu verankern – die Idee, dass die Belohnung für ein Leben in Gerechtigkeit nicht in den kurzfristigen Erfolgen liegt, sondern in der ewigen Gemeinschaft mit Gott. Das verändert, wie ich Herausforderungen sehe. Statt sie als Hindernisse oder Niederlagen zu betrachten, kann ich sie als Gelegenheiten sehen, meine Treue zu Gott zu prüfen.
In meinem Alltag kann dieser Text eine echte Veränderung bewirken. Vielleicht könnte ich beginnen, mutiger zu sprechen, wenn ich sehe, dass etwas nicht in Ordnung ist. Vielleicht könnte ich mir vornehmen, bei Diskussionen über Ethik oder Moral nicht den einfachen Weg zu gehen, sondern ehrlich und respektvoll für das einzutreten, woran ich glaube. Es wäre gut, wenn ich lerne, mich nicht von der Angst vor Ablehnung leiten zu lassen, sondern von dem Wissen, dass Gott an meiner Seite ist und vielleicht durch mich seine gegenwärtige Message teilen möchte.
Dieser Vers wirkt sich auf meinen Glauben aus, indem er mich erinnert, dass der Weg des Glaubens nicht immer der leichteste ist, aber definitiv der lohnendste. Er ermutigt mich, daran festzuhalten, dass Gottes Sicht auf Erfolg und Scheitern anders ist als die der Welt. Wenn ich also einmal auf Widerstand stoße oder das Gefühl habe, dass die Dinge schwierig werden, kann ich mich daran erinnern, dass das Himmelreich denen gehört, die treu bleiben, auch wenn es hart wird.
Die Schlussfolgerung, die ich für mich ziehe, ist klar: Es wäre gut, wenn ich nicht vor Schwierigkeiten oder Verfolgung zurückschrecke, sondern sie als Zeichen dafür sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die wahre Freude liegt nicht darin, von allen akzeptiert zu werden, sondern in der Gewissheit, dass ich Gott gefalle. Das motiviert mich, meinen Glauben mutig zu leben, auch wenn es bedeutet, manchmal gegen den Strom zu schwimmen.
*Die SPACE-Analyse im Detail:
Sünde (Sin): In diesem Schritt überlegst du, ob der Bibeltext eine spezifische Sünde aufzeigt, vor der du dich hüten solltest. Es geht darum, persönliche Fehler oder falsche Verhaltensweisen zu erkennen, die der Text anspricht. Sprich, Sünde, wird hier als Verfehlung gegenüber den „Lebens fördernden Standards“ definiert.
Verheißung (Promise): Hier suchst du nach Verheißungen in dem Text. Das können Zusagen Gottes sein, die dir Mut, Hoffnung oder Trost geben. Diese Verheißungen sind Erinnerungen an Gottes Charakter und seine treue Fürsorge.
Aktion (Action): Dieser Teil betrachtet, welche Handlungen oder Verhaltensänderungen der Text vorschlägt. Es geht um konkrete Schritte, die du unternehmen kannst, um deinen Glauben in die Tat umzusetzen.
Appell (Command): Hier identifizierst du, ob es in dem Text ein direktes Gebot oder eine Aufforderung gibt, die Gott an seine Leser richtet. Dieser Schritt hilft dir, Gottes Willen für dein Leben besser zu verstehen.
Beispiel (Example): Schließlich suchst du nach Beispielen im Text, die du nachahmen (oder manchmal auch vermeiden) solltest. Das können Handlungen oder Charaktereigenschaften von Personen in der Bibel sein, die als Vorbild dienen.
Diese Methode hilft dabei, die Bibel nicht nur als historisches oder spirituelles Dokument zu lesen, sondern sie auch praktisch und persönlich anzuwenden. Sie dient dazu, das Wort Gottes lebendig und relevant im Alltag zu machen.
