„Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Matthäus 5,9)
Familie – der Ort, an dem Liebe und Chaos oft Hand in Hand gehen. Mal ehrlich: Wie oft entsteht aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein großer Streit? Es reicht manchmal, dass jemand den letzten Keks nimmt, und plötzlich eskaliert alles. Und jetzt kommt Jesus und sagt: „Selig sind, die Frieden stiften.“ Ernsthaft? Frieden stiften im Chaos von Alltagsstress, Teenagerdramen und kleinen Machtkämpfen um die Fernbedienung? Das klingt fast utopisch. Aber was, wenn genau das der Schlüssel ist, um Familie zu dem zu machen, was sie sein soll: ein Ort, an dem jeder aufatmen kann?
Pech nur, dass Frieden stiften oft bedeutet, den ersten Schritt zu machen – und das in Momenten, in denen man sich am liebsten rechtfertigen würde. Vielleicht ist Frieden genau dann gefragt, wenn deine Worte am liebsten noch schärfer werden wollen. Es ist ein innerer Kampf, nicht das letzte Wort haben zu müssen oder den anderen bewusst im Unrecht stehen zu lassen. Frieden stiften bedeutet, einen Raum zu schaffen, in dem Verständnis wachsen kann. Es bedeutet, dem anderen zuzuhören, auch wenn du denkst, du hast längst recht. Und genau da fängt wahres Glück an, denn du brichst die Spirale von Angriff und Verteidigung. Du machst den ersten Schritt und bringst das Licht Gottes in die dunkelsten Momente.
Die Frage ist: Wie sieht das heute in deiner Familie aus? Vielleicht gibt es da diesen unausgesprochenen Konflikt, der wie eine unsichtbare Wand im Raum steht. Vielleicht gibt es eine Situation, in der du Frieden bringen könntest, statt Öl ins Feuer zu gießen. Jesus sagt, Frieden stiften macht uns zu „Kindern Gottes“. Warum? Weil wir in diesem Moment sein Herz widerspiegeln – ein Herz, das nicht rechnet, nicht zurückschlägt, sondern den ersten Schritt macht. Vielleicht ist genau das die Herausforderung: heute nicht auf dein Recht zu pochen, sondern einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Stell dir vor, wie viel Heilung und Freude dadurch in deiner Familie entstehen könnte. Das klingt nach wahrem Glück, oder?
Fragen zur Vertiefung oder für Gruppengespräche:
- Wo in deiner Familie erlebst du aktuell Spannungen, die nach Frieden rufen?
- Was hält dich manchmal davon ab, den ersten Schritt in einem Konflikt zu machen?
- Wie kannst du aktiv dazu beitragen, dass eure Familie ein Ort der Sanftmut und Barmherzigkeit wird?
Parallele Bibeltexte als Slogans:
Römer 12:18 — „Soweit es möglich ist: Haltet Frieden mit allen Menschen.“
Sprüche 15:1 — „Eine sanfte Antwort beruhigt den Zorn.“
Epheser 4:32 — „Seid freundlich und barmherzig und vergebt einander.“
Kolosser 3:13 — „Ertragt einander in Liebe und vergebt euch gegenseitig.“
Wenn du spüren willst, wie Frieden auch in den schwierigsten Situationen eine Brücke bauen kann, dann lade ich dich ein, bei der Abendandacht dabei zu sein. Vielleicht entdecken wir zusammen, dass Frieden zu stiften nicht nur möglich, sondern lebensverändernd ist.