8. Sonntag… Impuls-ToGo Dein Bergmoment für den Alltag

Es gibt diese Momente, in denen man oben steht – wortwörtlich oder metaphorisch. Die Luft ist klar, der Blick weit, und für einen kurzen Augenblick macht alles Sinn. Du hast vielleicht genau solche Bergmomente in den letzten Tagen erlebt: Erkenntnisse, Begegnungen, vielleicht sogar eine klare Vision für das, was vor dir liegt. Doch wenn du jetzt wieder ins Tal gehst, weißt du: Der Alltag wartet. Die Realität mit all ihren Herausforderungen, Entscheidungen und ungeklärten Fragen. Und genau da setzt alles an, was wir hier miteinander erarbeitet haben. Glaube ist nicht nur für die Gipfel gedacht – er muss auch im Flachland tragen.

Wir haben gesehen, dass Gott ein Gott der Neuanfänge ist – egal, wie hoch die Wellen waren (Ararat). Wir haben verstanden, dass Vertrauen oft bedeutet, loszulassen, auch wenn wir nicht wissen, wo es hingeht (Moria). Wir haben gelernt, dass Werte und Grenzen nicht einschränken, sondern Orientierung geben (Sinai). Und wir haben realisiert, dass Gottes Treue nicht bedeutet, dass es keine Konsequenzen gibt – sondern dass er uns in allem trägt (Nebo). Jesus hat uns gezeigt, dass unsere Identität in ihm größer ist als jede Unsicherheit – wir sind Licht, wir sind Salz (Seligpreisungen). Aber wir wissen auch, dass wir nicht für den Gipfel leben – Bergmomente geben Kraft, aber unser Auftrag beginnt erst, wenn wir wieder unten ankommen (Verklärung).

Jetzt stehst du, wie die Jünger auf dem Ölberg, am Punkt der Entsendung. Du gehst nicht allein. Der Geist Gottes ist mit dir, er rüstet dich aus, er führt dich – aber du musst gehen. Die Bergmomente waren der Auftakt, nicht das Finale. Also nimm mit, was du gelernt hast. Sei mutig. Bleib nah bei Gott. Und wenn du irgendwann wieder oben stehst und das Panorama siehst – dann erinnere dich daran, dass du danach wieder runtergehst, um genau dort zu sein, wo das Leben geschieht. Die Welt braucht genau das, was Gott in dich hineingelegt hat – und du gehst mit einer Verheißung: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20).